25 Jahre GHB

Gesellschaft Historisches Berlin e.V. - AKTUELL

AUSGABE 2017 - NR. 01 - Berlin, den 09.01.2017

 

Auf die nächsten 5 Jahre „R2G“

Ein Neujahrsgruß von Franziska Springer, Assistentin des GHB Vorstands

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder und Interessierte der GHB,

wir hoffen, dass sie gut ins neue Jahr gekommen sind und mit vollem Elan dem Jahr 2017 entgegenfiebern. Gerade in stadtentwicklungspolitischer Hinsicht erwarten uns einige Änderungen und Überraschungen; die neue Regierung „R2G“ (Rot-Rot-Grün) hat mit dem Koalitionsvertrag einen Politikwechsel angekündigt.

Das von der SPD bisher besetzte Großressort Stadtentwicklung, Bauen, Verkehr und Umwelt wird aufgeteilt. Katrin Lompscher (die Linke) wird zukünftig für das Ressort Stadtentwicklung und Wohnen zuständig sein. Als es um die Besetzung der Senatsposten ging, hegten wir die Hoffnung, dass mit dem Wechsel von Herrn Geisel zu Frau Lompscher wenigstens das Amt der Senatsbaudirektorin eine vielversprechende Veränderung erfährt. Doch Frau Lompscher und Frau Lüscher verstehen sich als gutes Team und somit wird Regula Lüscher uns weitere 5 Jahre als Senatsbaudirektorin begleiten. Was heißt das für die Jahre 2017-2021?
Wir können uns darauf gefasst machen, dass jede Bau-und Entwicklungsplanung durch die aktive Einbindung der Bürgerschaft begleitet wird und längere Planungszeiten dadurch vorprogrammiert sind. So soll auch die Stadtdebatte „Alte Mitte- neue Liebe“ fortgeführt werden und dabei angrenzende Bereiche miteinbezogen werden. Immerhin sieht K.L. die Notwendigkeit, stadtraumübergreifende Lösungen zu schaffen anstatt sich nur auf das Areal vorm Roten Rathaus zu beschränken. Grundsätzlich unterstützt die Koalition die Ergebnisse der Bürgerleitlinien zur Berliner Mitte, d.h. dass die Freifläche zwischen Fernsehturm und Berliner Schloss erhalten bleibt, die Grünfläche qualifiziert und ökologisch aufgewertet werden soll.

Schon kurz nach ihrer Berufung verkündete die neue Stadtentwicklungssenatorin Lompscher, dass sie auf die finanzielle Zuwendung des Bundes verzichtet, die die Rekonstruktion der Kolonnaden, die früher das Kaiser-Wilhelm-Denkmal einrahmten, gesichert hätte. Diesbezüglich sollen erstmal die Bürger gefragt werden! Die Versetzung des Schlossbrunnens an seinen ursprünglichen Ort wird unter Frau Lompschers Ägide viel Einsatz und Engagement unsererseits erfordern.

Es scheint, als durfte jeder seine Wünsche in dem Koalitionsvertrag äußern, ohne auf deren Kompatibilität zu achten. Nicht nur die Straße „Unter den Linden“ soll verkehrsberuhigt werden und für den MIV gesperrt werden, sondern auch - dem Ergebnis der Bürgerbeteiligung entsprechend- die historische Mitte. Der Verkehr soll sich auf die Nebenstraßen verteilen! Der Stau (z.B. auf der Leipziger Str.) ist vorprogrammiert- ganz zu Schweigen von der zusätzlichen Lärm- und Emmissionsbelastung der Anwohner. Die Stadtkern-umfahrung über die A 100 wird nicht weiter vorangetrieben. „Die Koalition wird in dieser Legislaturperiode keinerlei Planungsvorbereitungen bzw. Planungen für den 17. Bauabschnitts durchführen. Der 16. Bauabschnitt erhält einen Abschluss am Treptower Park. Dieser wird so gestaltet, dass er kein Präjudiz für den Weiterbau der A 100 darstellt.“ Verkehrstechnische Möglichkeiten und Machbarkeitsstudien sollten vor der Proklamation von schnellen und undurchdachten Ideen durchgeführt werden.

Wir bereiten uns auf 5 arbeits-und einsatzintensive Jahre vor. Wir freuen uns über jeden, der uns dabei unterstützt. Kommen Sie z.B. zu unserem Neujahrs-Mitgliedertreffen am 11.01.2017 in unsere Geschäftsstelle. Wir stellen die Ergebnisse unseres Workshops zum „Wiederaufbau des Alt-Berliner Stadtkerns 2016“ vor, bei dem wir auf die Themen Verkehr, Stadtraum und Aufenthaltsqualität in der Berliner Mitte eingehen. Auch Nichtmitglieder sind herzlich willkommen, die uns und unsere Arbeit kennenlernen möchten.

 


Veranstaltungen im Januar

1701 nl1Mittwoch, 11. Januar 2017 um 18:00 Uhr
Mitgliedertreffen und Infoabend
Vorstellung der Erarbeiteten Ergebnisse aus dem Workshop 2016
zum Wiederaufbau des Alt Berliner Stadtkerns

Die Assistentin des Vorstands M.A. Franziska Springer präsentiert die bisherigen Ergebnisse der Workshop Veranstaltungen „Wiederaufbau des Alt Berliner Stadtkerns“.

Mitglieder, Gäste und Fachleute haben gemeinsam ein Nutzungs- und Gestaltungskonzept für die Historische Mitte entwickelt- insbesondere für das Quartier zwischen Fernsehturm und Spree sowie Marienkirche und Rathaus.

Frau Springer, MA Architektur, Dipl.-Ing. Gerhard Hoya und Dipl.-Ing. Peter Serwene führen durch die Themen und moderieren.

Ort: Am Zirkus 6 in 10117 Berlin

 


1701 nl2Sonntag, 15. Januar 2017 um 11:00 Uhr
Ausstellung im Ephraim Palais: Schloss.Stadt.Berlin

Die Sonderausstellung widmet sich auf drei Etagen dem Berliner Schloss und seiner Bedeutung für die Stadt und ihrer Bewohner. Zeitgenössische Pläne und Gemälde, sowie großformatige Stadtmodelle, vermitteln die schnelle Entwicklung der Stadt
von 1650-1800.

Eintritt: 8€ / ermäßigt 6€

Ort: Poststr. 16, 10178 Berlin

 


1701 nl3Mittwoch, 25. Januar 2017 um 18:30 Uhr
Vortrag: Dr. Benedikt Goebel
Stadtbahnbögen und -brücken und das Monbijoudreieck

(inkl. Am Zirkus, Kleine Präsidentenstraße, Überfahrgasse)
Lichtbilderabend

Die Vorträge von Stadthistoriker Dr. Benedikt Goebel geben Einblicke in die Baugeschichte der Stadt. Anhand von historischen Straßen-und Architekturaufnahmen führt er die Zuhörer jeden 4. Mittwoch im Monat durch Alt-Berlin

Folgetermine:
22. Februar 2017 - Nikolaiviertel
22. März 2017 - Schloß

Ort: Säulensaal in der ZLB, Breite Straße 30–36, 10178 Berlin-Mitte



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Aktuelle Presse Dezember 2016

 

Inhaltlich verantwortlich gemäß § 55 Abs. 2 RStV

Gerhard Hoya - Vorstandsvorsitzender
Gesellschaft Historisches Berlin e.V.
Am Zirkus 6
D-10117 Berlin

 

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