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07.12.2010 - Stellungsnahme der GHB zu den Ausgrabungen

Die verantwortlichen Politiker und Stadtplaner hätten es eigentlich wissen müssen, dass vor dem Neuen (Roten) Rathaus in der Erde Reste des Alten Rathauses (1340 – 1861) liegen. Aber erst der Bau der U5 brachte die archäologischen Grabungen in Gang. Das Rathaus und der Neue Markt an der Marienkirche waren das Zentrum des öffentlichen Lebens Berlins. Der wichtigste Fund ist die „Kaufhalle" des Alten Rathauses. Hier war bisher der U-Bahn-Eingang direkt vor dem Roten Rathaus geplant. Senatsverwaltung und BVG denken über eine Verlegung des Ausgangs und über eine Verschwenkung der Linie nach. Wichtig wäre auch das Integrieren der gefundenen Keller der Bürgerhäuser an der Rathausstr. (ehemals Königstr.). Natürlich sollen diese Funde bewahrt und attraktiv präsentiert werden. Ein großflächiger „Geschichtspark" dagegen, der eine urbane Neugestaltung des Areals zwischen Marienkirche und Rathaus ausschließt, kann nicht akzeptiert werden. Die „Mitte der Stadt" soll an Hand des historischen Grundrisses städtisches, lebendiges und nicht museales Zentrum Berlins werden.

Horst Peter Serwene
Vorstandsmitglied