Gesellschaft Historisches Berlin e.V. - AKTUELL

AUSGABE 2010 - NR. 14
Berlin, den 1. Oktober 2010

Liebe Freunde,

die architektonische Gestalt wird oft kritisiert und hat zu einer Debatte um die Funktionen wie um die Schönheit der Stadt geführt. Auf unserer Webseite stellen wir 12 Bauten der Moderne vor. Wählen Sie drei Bauten aus, die Ihnen am besten gefallen. Das Abstimmungsergebnis will der GHB-Vorstand in seinen Vorschlag für eine »Gestaltungssatzung Klosterviertel« einfließen lassen. Beziehen Sie Stellung, stimmen Sie ab ...
Unter allen Teilnehmern verlosen wir ein Buchgeschenk:
Berliner Altstadt – Von der DDR-Staatsmitte zur Stadtmitte von Hans Stimmann.
Die Abstimmung läuft bis zum 1. Dezember 2010, prämiert wird auf der Adventsfeier der GHB am 6. Dezember 2010, der Gewinner wird namentlich auf unserer Website genannt.

Veranstaltungshinweise

Montag, 4. Oktober 2010 um 18:00 Uhr
Denkanstöße
Ort: GHB-Geschäftsstelle, Am Zirkus 6, 10117 Berlin
Herr Serwene stellt Neubauten vor, die in der historischen Mitte entstanden. Anhand der Beispiele wollen wir unsere Vorschläge für eine Gestaltungsordnung entwickeln.
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Sonntag, 17. Oktober 2010 um 11.00 Uhr
Stadtspaziergang mit Horst Peter Serwene
Treffpunkt Petriplatz / Brüderstraße
Der Petriplatz ist der älteste Teil Berlins (Alt-Cöllns); wir wollen über die Geschichte informieren und erkunden, was vom Petriplatz, der Breite Straße und der Brüderstraße noch erlebbar ist.
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Samstag, 23. Oktober 2010 um 16.00 Uhr
Vortrag Horst Peter Serwene: „Die verlorenen Plätze in Alt-Berlin“
Ort: Berlin Carré am Alexander Platz, Karl-Liebknecht Str. 13 (ehemals Markthalle am Alex)
GHB in Zusammenarbeit mit WBM (Mitte) und dem Heimatverein Berlin-Mitte e.V.
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Der Heimatverein Berlin-Mitte e.V. und die WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte GmbH laden zu ihrer Ausstellung
Märkte und Markthallen in Berlin - Vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert: 800 Jahre Berliner Markttreiben
im Berlin Carré Artroom 12/13 in der Karl-Liebknecht-Straße 13, 10178 Berlin ein

Die Ausstellung beleuchtet die Entstehung der Märkte, die Entwicklung Berlins zur Großstadt und der damit einhergehenden Erbauung der einstmals 14 städtischen Markthallen. Die 800-jährige Zeitreise vom 12. Jahrhundert bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts bietet Einblicke in das Marktleben und den Handel vor dem historischen Hintergrund Berlins.

Ausstellung vom 30. September bis 6. November 2010
Montag - Samstag 16.00 - 20.00 Uhr
Eintritt frei


Presseerklärung der Gesellschaft Historisches Berlin e.V.:

Tag des offenen Denkmals am 12. September 2010
Stand der Gesellschaft Historisches Berlin neben der Staatsoper
Am Sonntag, den 12. September 2010 beteiligte sich die GHB beim Tag des offenen Denkmals mit dem Schwerpunktthema „Die verlorenen Plätze in Vergangenheit und Gegenwart“. Auf großen Schautafeln informierten wir die Besucher über die Geschichte der wichtigsten Märkte im Alten Berlin wie dem Cöllnischen Fischmarkt und Molkenmarkt. Die Märkte lagen an den alten Fernhandelswegen, wie Spandauer Straße, Mühlendamm und Gertraudenstraße – Leipziger Straße. Leider sind diese alten Marktplätze durch Abriss und überdimensionalen Straßenbau verschwunden. In unserer Ausstellung zeigten wir nicht nur die neusten Planungen des Berliner Senates für einen Rückbau der Straßen und den Wiederaufbau des Klosterviertels, sondern auch unsere alternativen Vorschläge. Die zahlreichen Besucher zeigten großes Interesse an unserem Thema. Es kam zu einer Vielzahl von Gesprächen mit den Passanten.


Denkmalsalon am 12. September 2010
Am Abend hatte das Landesdenkmalamt ins Rote Rathaus zu einer Abschlussveranstaltung eingeladen, auf der Schüler Ihre Projekte zum Tag des offenen Denkmals vorstellten. Auf dem anschließenden Empfang fand noch ein angeregter Gedankenaustausch statt; Mitglieder des GHB-Vorstands hatten Gelegenheit, mit Frau Dr. Bergreen-Merkel (Ministerialdirigentin im Bundeskanzleramt), Frau Lüscher (Seanatsbaudirektorin) und Herrn Prof. Dr. Jörg Haspel (Landeskonservator) über die Anliegen der GHB in einen aufmerksamen Dialog zu treten.


Nachrichten

Staatsoper
Zum Beginn der Sanierungsarbeiten am Gebäude der Staatsoper hat der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit die kulturelle Bedeutung des Projektes betont.
Wowereit sagte: "Die Staatsoper unter den Linden zählt zum Kernbestand des kulturellen Erbes in Berlin. Die wechselvolle Geschichte des einstigen Knobelsdorff-Baus von 1741/43 bis heute spiegelt nicht nur Berliner, sondern deutsche Geschichte."
Besondere Aufmerksamkeit wird die denkmalgerechte Sanierung des Zuschauersaals finden. Ein Modell des neuen/alten Zuschauerraums soll in den nächsten drei Jahren im Foyer des Schillertheaters, der Ausweichspielstätte der Staatsoper, zu sehen sein.


Richtfest für Kompetenzzentrum Archäologie
Auf den Museumshöfen gegenüber der Museumsinsel ist Richtfest für das Kompetenzzentrum Archäologie gefeiert worden. Laut Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, werde dort eine neue Adresse für archäologische Forschung entstehen. In den Museumshöfen ist eine zentrale Bibliothek der archäologischen Sammlungen der Staatlichen Museen vorgesehen. Der von dem Stuttgarter Architekturbüro harris + kurrle geplante Neubau wird auf 6800 Quadratmetern Arbeitsräume, Restaurierungswerkstätten, eine zentrale Foto- und Steinwerkstatt sowie Depots bieten. Die SPK strebt die Nutzung des restlichen Geländes an. Als Erweiterung des Bode-Museums soll hier ein Galeriegebäude für die Alten Meister entstehen. Tsp


Aus der Senats-Pressebox:
Weitere Aufwertung des Gebietes „Alter Schlachthof“ beschlossen: Denkmalschutz und Wohnungsbau erhöhen Attraktivität des Quartiers
Der Bebauungsplan 3-9 im Bereich „Alter Schlachthof“ soll zur Attraktivitätssteigerung und Identitätsbildung des ehemaligen Schlachthofareals beitragen. Insbesondere sollen mit dem Plan Flächen für den Wohnungsbau gesichert und Belange des Denkmalschutzes berücksichtigt werden.
Es ist vorgesehen, die noch vorhandenen Giebelfassaden zu bewahren und die historische Baustruktur durch Reihenhausbebauung wieder aufzunehmen. Damit soll der ursprüngliche Charakter des Gebietes erhalten werden. Eine vollständige Wiederherstellung des Bereiches ist jedoch wirtschaftlich nicht tragfähig, da die denkmalgeschützten ehemaligen Stallgebäude sich in einem außerordentlich schlechten baulichen Zustand befinden.


Berlins Mitte
Am 25. 09.2010 berichtet der Tagesspiegel über eine Veranstaltung in der Akademie der Künste, die unter dem Motto „Welche Mitte?“ veranstaltet worden ist und auf der die Senatsbaudirektorin Lüscher ihr Credo formulierte: Städtebau heißt an diesem Ort für sie, nichts zu bauen, Demut zu zeigen, abzuwarten und die Schönheit und Weite des Himmels zu genießen. Von „Schwebezuständen“ spricht sie, von dem „Schatz des Fernsehturms“ und davon, dass sie nicht versteht, warum das nicht allen klar ist. Ihre Gesprächspartner standen ihr mit Vorschlägen wie „Mitte könne heute überall sein“ zur Seite (Adlershof oder am neuen Flughafen BBI).
Wir empfehlen, den vollständigen Bericht über diese Veranstaltung nachzulesen unter:
http://www.tagesspiegel.de/kultur/eine-diskussion-ueber-berlins-historischer-mitte/1941764.html
Das macht zunächst sprachlos! Die GHB wird diese Sprachlosigkeit schnellstens überwinden und die „Haltung in Demut“ der Senatsbaudirektorin entsprechen würdigen.


Inhaltlich verantwortlich gemäß § 55 Abs. 2 RStV

Sigrid Schlawe
Gesellschaft Historisches Berlin e.V.
Am Zirkus 6
D-10117 Berlin
Tel. 030 - 20 45 47 46
Fax.030 - 20 45 47 47
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www.GHB-online.de