Gesellschaft Historisches Berlin e.V. - AKTUELL

AUSGABE 2019 - NR. 12 - Berlin, den 02.12.2019

Rückblick

Das große Desaster der Berliner Stadtentwicklungspolitik
nl191202 01 RueckblickDie Parteien der Berliner Senatskoalition sind in der Wohnungsbaupolitik völlig zerstritten. Der geplante Mietendeckel zeigt seine ersten Wirkungen. Es werden weniger neue Wohnungen gebaut. Die Anzahl der Bauanträge geht zurück. Wohnungsbaugenossenschaften nehmen ihre Zusage für den Neubau von 200 Wohnungen wieder zurück. Das Bundesinnenministerium hält das Mietendeckel-Gesetz für verfassungswidrig. Der Verband der Wohnungsbauwirtschaft sagt den Besprechungstermin mit der Senatorin Lompscher ab, weil durch das Mietendeckel-Gesetz eine Gesprächsgrundlage fehlt.
Für die Gestaltung des Freiraumes zwischen Fernsehturm und Spree ist die Ausschreibung eines Landschaftsarchitekten-Wettbewerbes geplant. Wichtigstes Ziel ist die Verbesserung der Aufenthaltsqualität. In den Sondierungsgesprächen zeichnet sich bereits jetzt ab, dass durch die Vorgaben der Politik – z. B. die Errichtung von Hochbauten ist untersagt – die Verbesserung der Aufenthaltsqualität nicht wie gewünscht erreicht werden kann. Das Landesdenkmalamt hat das gesamte Gebiet unter Ensembleschutz gestellt. Lediglich das Wegenetz im Umfeld des Marx/Engels-Denkmals kann neu geplant werden. Warum unter derartigen Vorfestlegungen eine Ausschreibung eines landschaftsplanerischen Wettbewerbes erforderlich ist, bleibt das Geheimnis der Stadtentwicklungsbehörde.
Siehe Link : Festlegungen des Landsdenkmalamtes [PDF, 640 KB]

Das Flussbad (besser Kanalbad) ist nicht genehmigungsfähig. Das Landesdenkmalamt hat die Genehmigungsfähigkeit verneint! Der Landesdenkmalrat hat erhebliche, umfangreiche Bedenken angemeldet. Der Nachweis, dass der geplante Pflanzenfilter das durch Schmutzwasserzufluss verunreinigte Kanalwasser gereinigt werden kann, wurde bisher nicht erbracht. Die umfangreichen Bauarbeiten sind voraussichtlich nicht durchführbar, ohne die benachbarte Bausubstanz zu beschädigen. Die Baukosten werden voraussichtlich so hoch sein, dass den Initiatoren der Mut fehlt, die unglaublich hohen Kosten in Höhe von 100 Millionen Euro aufwärts zu nennen. Trotz der geringen Wahrscheinlichkeit, das Flussbad zu errichten, setzt der Senat die Geldsubventionen an die Initiatoren fort.
Die Bundesregierung steht mit ihrer chaotischen Baupolitik bei Kulturbauten in der Mitte Berlins dem Berliner Senat nicht nach. Das Museum der Moderne im Kulturforum wird noch vor Baubeginn statt 200 Millionen mindesten 450 Millionen Euro kosten. Über die Risiken, zwei Tiefgeschosse im Berliner schwierigen Baugrund zu bauen, wird nicht gesprochen. Die Schwierigkeiten bei der Gründung der James-Simon-Galerie werden ignoriert.
Damals hatten sich sowohl die Baukosten der Gründung von 25 auf 75 Millionen Euro als auch die Bauzeit von einem Jahr auf drei Jahre erhöht.

Wir fordern daher das Raumprogramm zu verkleinern und auf ein zweites Tiefgeschoss zu verzichten.

Vor dem Schloss soll das Wiedervereinigungsdenkmal entstehen - eine begehbare Schale, die bei entsprechender Lastenverlagerung einer Wippe gleicht. Ist es eine Tatsache, dass wenn sich Menschen in Deutschland in eine Richtung bewegen, es nach unten geht?
Die Baukosten werden auch hier nach oben gehen! Eine Vielzahl von dicken und langen Betonbohrpfählen ist in den schweren Berliner Baugrund einzubringen. Die Gründungskosten sind nicht nachhaltig zu kalkulieren.

nl191202 02 RueckblickZum Schluss noch eine positive Nachricht.
Die neue Bauakademie soll eine Plattform bilden, die die gesellschaftliche, technische und kulturelle Innovationskraft des Bauens stärken soll. Der Bund hat bereits im Januar eine Bundesstiftung Bauakademie gegründet. Diese Stiftung soll den Wiederaufbau und den späteren Betrieb organisieren.

Nun ist die Entscheidung gefallen, wer Gründungsdirektor wird. Der Stiftungsrat und das Bauinnenministerium haben sich für Herrn Florian Pronold (Foto rechts: Wolfgang Diekamp) ausgesprochen.

Er konnte die Findungskommission davon überzeugen, dass ihm die Bauakademie eine Herzensangelegenheit sei. Da Herr Pronold in den bisherigen Entstehungsprozess der Bundesstiftung Bauakademie eingebunden war, hoffen wir nun, dass es zügig vorangeht, die Bauakademie wieder zu errichten.

Zu erfahren war, dass noch in diesem Jahr ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben werden soll.


 



StadtwerkstattVeranstaltungen

Unterstützen Sie die Interessen der GHB und nehmen Sie an den Sitzungen der Stadtwerkstatt teil!
Alle Veranstaltungen finden in der Stadtwerkstatt in der Karl-Liebknecht-Straße 11, 10178 Berlin statt.

Alle Informationen zu den Veranstaltungen der Stadtwerkstatt:
Link zur Webseite der Stadtwerkstatt

 


Vorträge und Termine der GHB
Die Führungen und Vorträge sind für alle Mitglieder kostenfrei; Nichtmitglieder werden gebeten, eine Spende zu leisten.


Dienstag, 03. Dezember 2019, 17.30 Uhr
Restaurant „SPREEBLICK“
Adventsfeier der GHB
Ort: Probststraße 9, 10178 Berlin (am Nikolaiviertel)
Dieser Termin gilt nur für Mitglieder der GHB

Es wird ein weihnachtliches Menü angeboten:

  • Rinderroulade mit Apfelrotkohl und Kartoffeln.
  • Gänsekeule mit Apfelrotkohl oder Grünkohl, Kartoffelklößen.
  • Grillteller mit dreierlei Fleisch
    Rinderfilet, Schweinefilet, Hähnchenbrust Bauchspeck und Grillwiener Kräuterbutter, Pfeffersauce, Kartoffelecken
  • Hähnchenbrust mit Kräuterbutter, Pfeffersauce und Kartoffelecken.
  • Zanderfilet gebraten an Lauchgemüse, Grilltomate und Petersilienkartoffeln.
  • Dessert: Warmer Apfelstrudel auf Vanillesauce mit Vanilleeis und Sahne.

Anmeldeschluss war am 26.11.2019

 


191004 05 veranstaltung!!!  Veränderter Termin!!!

Vorankündigung

Dienstag, 21. Januar 2020, um 19.00 Uhr
RÜCKBLICK 30 JAHRE STADTENTWICKLUNG
In Zusammenarbeit mit dem „Verein für die Geschichte Berlins“
Ort: Berlin Saal der ZLB, Breitestraße 30-36, 10178 Berlin (Alter Marstall)

Podiumsdiskussion mit Herrn Stimmann und Vertretern aus dem Abgeordnetenhaus, der Fachwelt sowie der Stadtgesellschaft.
Foto: picture-alliance/ dpa/dpa/Stephanie Pili



Ehrenamtliche Mitglieder gesucht!
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Geschäftsstelle der Gesellschaft Historisches Berlin e.V.
Tel.: 030 20 45 47 46
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Di / Mi von 9:00 bis 14:00 Uhr

 


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Aktuelle Presse November 2019

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Gerhard Hoya - Vorstandsvorsitzender
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