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Presseerklärung der Gesellschaft Historisches Berlin zum Thema "Berlin ohne Verkehrsplanung"

Berlin, 28. April 2010

Nachdem der Bund mit seinem Bundesverkehrswegeplan 2003 den Weiterbau des innerstädtischen Stadtautobahnringes in Berlin beschlossen hatte und der Senat aufgrund einer Koalitionsvereinbarung die Planung für den Weiterbau des Autobahnringes Richtung Osten weiter betrieb, verkündeten Parteiideologen der SPD und der Linken einen Planungsstopp für den Südosten Berlins. Alternativen zu den jetzigen Straßenplanungen legten sie nicht vor. Die viel zu hohe Verkehrsbelastung der Berliner Mitte wird von ihnen noch nicht einmal erwähnt.

Die Gesellschaft Historisches Berlin befürchtet, dass nach einem vom Berliner Senat geplanten Rückbau der Verkehrsachse Leipziger Straße – Grunerstraße durch den täglich auftretenden Verkehrsstau die Lärm- und Luftemissionen so stark zunehmen werden, dass die Aufenthaltsqualität in der historischen Mitte Berlins eher abnimmt, als wie geplant zunimmt.

Die GHB fordert daher alle Parlamentarier des Abgeordnetenhauses auf, den wirklichkeitsfernen Vorschlägen der Parteiideologen nicht zu folgen und die entsprechenden Haushaltsmittel für die Fortsetzung der Verkehrsplanung „Weiterbau der A100" freizugeben.

Die GHB weist nochmals darauf hin, dass eine Verlängerung der A100 zur Verbesserung der Lebensqualität im Osten und in der historischen Mitte Berlins dringend erforderlich ist. Der Berliner Senat ist daher aufgefordert, an dem Verkehrsprojekt festzuhalten.

Dipl-Ing. Gerhard Hoya
für den Vorstand der
Gesellschaft Historisches Berlin e.V.