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Berlin, den 21. März 2012 - Schändliche Tat am Jagdschloss Glienicke

Als schändliche Tat bezeichnet der Baustadtrat Norbert Schmidt das Vorhaben des Landesdenkmalpflegers Jörg Haspel und des Senates, den Stahl-Glas-Anbau des Architekten Max Taut zu rekonstruieren.

Die Gesellschaft Historisches Berlin e.V. wendet sich dagegen, dass hässliche, gestalterische Fehlentwicklungen aus den 60er Jahren wieder aufgebaut werden. Der Stahl-Glas-Anbau fügte sich nicht nur nicht ein, sondern wies auch noch erhebliche bautechnische Konstruktionsmängel auf. Wegen dieser Mängel war er baufällig und musste abgebrochen werden.

Eine ‚eins-zu-eins' - Rekonstruktion, wie sie die Konventionen fordern, ist nicht möglich, da man sonst ein mit Baumängeln behaftetes Werk errichten würde.

Die Gesellschaft Historisches Berlin e.V. fordert daher noch einmal von der Politik und von Herrn Haspel, auf die Rekonstruktion des Anbaus zu verzichten und die barocke Fassade wieder herzustellen.