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Pressemitteilung - Berlin, den 21.06.2012: Die vorgestellten Entwürfe werden der gestellten Aufgabe nicht gerecht. In unmittelbarer Nachbarschaft zur Friedrichswerderschen Kirche und zur Kommandantur sind besondere gestalterische Maßstäbe zu setzen, insbesondere auch wegen der zukünftigen Nähe des Schlosses. Das architektonische Konzept fügt sich nicht harmonisch in den Stadtraum ein und stellt keinerlei Bezug zur historischen Bedeutung des Gebietes her.

Die Fassaden sind monolithisch oder zu wenig strukturiert. Das Erdgeschoß setzt sich nicht erkennbar ab. Die geforderte öffentliche Nutzung ist zu zurückhaltend. Die Hauseingänge sind unbetont.

Der Verkauf der Grundstücke durch den Bund an einen Investor entspricht nicht der Ausschreibung und wirkt sich negativ auf eine kleinteilige Gestaltung aus.

Die Senatsbaudirektorin, Frau Lüscher, lobt das Ergebnis des Wettbewerbes. Sie macht damit wieder einmal deutlich, dass sie beabsichtigt, die Freiräume in der Historischen Mitte mit modernistischen Bauten zuzustellen.

Die Gesellschaft Historisches Berlin e.V. fordert daher von der Politik, hier Frau Lüscher einen Kurswechsel vorzugeben.

Im weiteren Entscheidungsprozess sind die Bürger einzubeziehen.

Die Gesellschaft Historisches Berlin e.V. wird alternative Vorschläge unterbreiten.

Gerhard Hoya
Vorstandsvorsitzender der Gesellschaft Historisches Berlin e.V.