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Berlin, den 31.05.2017

Das Einheits- und Freiheitsdenkmal soll mit mächtigen Betonpfählen gegründet werden, die  durch den restaurierten Sockel gebohrt werden müssen. Das dadurch Schäden an dem alten Bauwerk auftreten können, dürfte auch jedem Laien einleuchten. Die Berliner Bürgervereine sprechen sich hiermit nochmals für die Freihaltung des Denkmalsockels ohne Einheits- und Freiheitsdenkmal an der Schloßfreiheit aus. Der Sockel des alten Kaiser-Wilhelm-Denkmals wurde mit 8 Mio. € restauriert. Dieser ist an sich schon ein Baudenkmal sowohl in seiner äußeren Erscheinung als auch als Ingenieurbauwerk mit seinen gemauerten Gewölben auf den historischen Eichholzpfahlgründungen.

Wir sind grundsätzlich nicht gegen ein Einheits- und Freiheitsdenkmal, wir halten aber den Ort für widersinnig. Denn die friedliche Revolution von 1989 wurde von Bürgern in Leipzig begonnen und mit der gewaltigen Demonstration am 4. November 1989 auf dem  Alexanderplatz fortgesetzt. Damit würden wir als authentische Standorte in Berlin den Alexanderplatz oder den Leipziger Platz sehen. Der Leipziger Platz weist zudem auf die ehemalige Grenze zwischen Ost- und West-Berlin hin und hat im Namen auch noch den Bezug zu Leipzig.

Wir  - zusammen mit anderen Bürgerinitiativen -  lassen uns nicht verschaukeln und fordern auf unserer

Demonstration am Mittwoch, dem 31. Mai 2017, um 11:00 Uhr, am Schinkelplatz, gegenüber dem Sockel des Nationaldenkmals:
Keine Wippe auf dem Sockel des Nationaldenkmals!

Wir hoffen, dass diese Aktion die entsprechende Aufmerksamkeit in den Medien und den Presseorganen findet. Wir würden uns über Ihre Anwesenheit und nachfolgende Berichterstattung freuen.

G. Hoya
Vorstandsvorsitzender