Berlins Bäderlandschaft bewegt sich: Während einzelne Anlagen nach Sanierungen wieder öffnen, stehen andere Projekte noch am Anfang oder sind erst für die kommenden Jahre geplant. Eine aktuelle Antwort des Senats gibt Einblick in Fortschritte, Baustellen und Lücken der öffentlichen Schwimminfrastruktur, bezirksübergreifend und mit Blick bis 2030.
Entwicklungsstadt vom 05.02.2026
In der Berliner Bäderlandschaft werden einzelne Anlagen derzeit umfassend saniert oder modernisiert, darunter das Sommerbad Humboldthain und die Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg. An anderen Standorten sind hingegen keine größeren Maßnahmen geplant, dort beschränkt sich die Entwicklung vorerst auf laufende Instandhaltung.
Die öffentlichen Schwimmflächen in Berlin haben sich in den vergangenen 25 Jahren leicht verringert. Seit den umfangreichen Bäderschließungen infolge der Haushaltskrise Anfang der 2000er-Jahre ist die nominelle Beckenfläche landesweit um rund drei Prozent zurückgegangen. Besonders betroffen sind Charlottenburg-Wilmersdorf, Steglitz-Zehlendorf und Friedrichshain-Kreuzberg. In den übrigen Bezirken blieb die verfügbare Beckenfläche stabil.
Gleichzeitig prägen Sanierungen und temporäre Schließungen weiterhin den Betrieb. Viele Anlagen sind technisch überaltert, energetisch ineffizient oder denkmalgeschützt. Entsprechend hoch ist der Investitionsbedarf, den der Senat gemeinsam mit den Berliner Bäder-Betriebe schrittweise angehen will.
Sanierungsfahrplan bis 2030: Diese Berliner Bäder sind finanziell abgesichert
Im aktuellen Mittelfristzeitraum bis einschließlich 2030 sind mehrere größere Sanierungsprojekte planerisch und finanziell abgesichert. Dazu zählt unter anderem das Sommerbad Humboldthain in Mitte, wo ab 2030 die Außenbecken grundlegend saniert werden sollen. Das Investitionsvolumen liegt bei rund 8,5 Millionen Euro.
Auch das Kombibad Seestraße sowie die Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg befinden sich in unterschiedlichen Planungs- und Umsetzungsphasen. Hier stehen vor allem energetische Grundsanierungen im Fokus. Weitere Großprojekte betreffen die Schwimmhalle Baumschulenweg sowie mehrere Maßnahmenpakete, die bis Anfang der 2030er-Jahre laufen sollen. Die Finanzierung erfolgt überwiegend über Kapitalzuführungen, unter anderem aus dem Klimapakt.
