Das Berliner Naturkundemuseum soll bald wieder strahlen – dank eines Geldsegens

News4Teachers vom 7.11.2018 - von Ulrike von Leszczynski

BERLIN. Die Dinos sind das Aushängeschild der Berliner Naturkundemuseums. Doch es hat als eines der wichtigen Häuser in Deutschland weit mehr Schätze. Platzmangel und Geldnot lassen sie nicht erstrahlen. Das soll sich grundlegend ändern.

Der Brachiosaurus war Zeuge: Zu Füßen des 13 Meter hohen Saurierskeletts haben Politiker dem Berliner Naturkundemuseum am Mittwoch ein neues Zeitalter versprochen. 660 Millionen Euro – unter anderem für Sanierung, Modernisierung, einen Neubau und die vollständige Digitalisierung der wertvollen Sammlung in den kommenden zehn Jahren. Damit bekommt das Forschungsmuseum, das eng mit der Humboldt-Universität verbunden ist, sogar mehr Geld als das Berliner Schloss. Für die Wiedererrichtung als Humboldt Forum sind 595 Millionen Euro veranschlagt.

Vogtherr wird neuer Generaldirektor der Schlösserstiftung

Berliner Morgenpost vom 1.11.2018

Der Direktor der Hamburger Kunsthalle, Christoph Martin Vogtherr, wird neuer Generaldirektor der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG). In nichtöffentlicher Sitzung habe der Stiftungsrat über die Personalie entschieden, teilte das Brandenburger Kulturministerium mit. Die Stelle ist vakant, weil der bisherige Generaldirektor Hartmut Dorgerloh im Sommer zum Generalintendanten des Humboldt Forums Berlin berufen wurde. Er hatte das Amt 15 Jahre inne. Für seine Nachfolge gab es 30 Bewerber. Am Ende hatte sich das Bewerberfeld auf zwei Kandidaten verengt: Auf Vogtherr und den Berliner Landesarchäologen Matthias Wemhoff, der derzeit mit der Ausstellung „Bewegte Zeiten – Archäologie in Deutschland“ im Gropius-Bau große Erfolge feiert und nun Direktor des Museums für Vor- und Frühgeschichte der Staatlichen Museen zu Berlin bleiben wird.

Berlins historische Mitte wird freigelegt

Die archäologische Grabungen starten Anfang 2019 am Molkenmarkt in Mitte. Forscher rechnen mit reichhaltigen Funden.
Berliner Morgenpost vom 18.11.2018 - Von Isabell Jürgens

Berlin.  Mitten im Herzen Berlins beginnt im Frühjahr 2019 die größte archäologische Grabung seit der Wiedervereinigung. Die Arbeiten auf einer Fläche von rund 20.000 Quadratmetern sollen drei bis fünf Jahre dauern und auf dem Molkenmarkt, dem ältesten Marktplatz Berlins, beginnen. „Das entspricht fast 20 Prozent der Fläche der historischen Stadt Berlin“, sagte Christoph Rauhut, Berlins oberster Denkmalschützer, der Berliner Morgenpost.

Humboldt-Box wird abgebaut

Am 16. Dezember schließt die Schloss-Ausstellung
Berliner Woche vom 17.11.2018 - Von Dirk Jericho

schloss ausstellung humboldt boxBerliner Stadtmodell in der Humboldt-Box., Foto: Förderverein Berliner Schloss e.V., hochgeladen von Dirk Jericho

Die Schloss-Ausstellung in der Humboldt-Box ist nur noch bis Mitte Dezember geöffnet.
Das Humboldt Forum im Schlossnachbau ist fast fertig, die Ausstellungen werden in den kommenden Monaten eingeräumt. Seit 2011 gibt es in der markanten Humboldt-Box direkt an der Schlossbaustelle Informationen zum Wiederaufbau der einstigen Hohenzollern-Residenz. Die Ausstellung des Fördervereins Berliner Schloss in der ersten Etage schließt wegen des notwendigen Abbaus der Box.

Weltkulturerbe droht Verkehrsinfarkt

Protest gegen Reisebusse auf der Museumsinsel
rbb|24 Kultur vom 27.09.2018

"Weltkulturerbe wird zum Busbahnhof" - unter diesem Motto protestieren Anrainer der Berliner Museumsinsel gegen den Bau von Busparkplätzen. Schon jetzt werde die unter Unesco-Schutz stehende Spreeinsel täglich von Dutzenden Reisebussen verstopft, hieß es am Donnerstag in einer gemeinsamen Mitteilung. Wegen der Ausbaupläne des Landes Berlin drohe sich die Situation weiter zuzuspitzen.