Am Molkenmarkt entsteht ein neues Quartier

Berliner Zeitung vom 10.10.2018 - von Maritta Adam-Tkalec

Sie wollen einen auswärtigen Gast zum ältesten Platz Berlins führen, angelegt im 13. Jahrhundert, also zur Zeit der Stadtgründung? Diese Besichtigung wird Erstaunen auslösen, wenn nicht gar Entsetzen. Denn der Spaziergang führt zu der riesigen Asphaltfläche zwischen Rotem Rathaus, Neuem Stadthaus und Ephraim-Palais. Ein gruseliger Ort voller Verkehr, Lärm und Schmutz.

Doch eine dramatische Änderung ist beschlossen, es wird ein neues Stadtquartier in die alte Mitte Berlins gebaut, genau dort, wo einst gleich neben dem Mühlen- (Molken-) damm auf dem Olde Markt die junge Handelsstadt Berlin aufblühte. Olde Markt, Alter Markt, so hieß der Platz nämlich anfangs – bis es an der Marienkirche den Neuen Markt gab. Auch der ist im Stadtbild nicht mehr erkennbar, getilgt von Krieg und sozialistischer Umgestaltung.

Deutsche Bank eröffnet neues Kulturzentrum in Berlin

Unter dem Namen Palais Populaire eröffnet die Deutsche Bank am 27. September das neue Kulturzentrum in Berlin.
Berliner Morgenpost vom 12.09.2018

Berlin. Die Deutsche Bank eröffnet am 27. September ein neues Kulturzentrum in Berlin. Unter dem Namen Palais Populaire soll es im ehemaligen Prinzessinnenpalais am Boulevard Unter den Linden ein breites Programm von Kunst, Literatur, Musik, Sport, Performance und Tanz geben.

"Das neue Haus bietet Raum, um neu und quer zu denken", sagte Thorsten Strauß, der Chef des 2016 gegründeten Bankbereichs Art, Culture & Sports am Mittwoch bei der Vorstellung. "Als offener Ort trägt das Palais Populaire dazu bei, Grenzen zu überwinden - nicht nur zwischen den Themen Kunst, Kultur und Sport, sondern auch zwischen Menschen und Lebenswelten."

Das verlorene Herz und Bauakademie

Das verlorne Herz - Berlins historische Mitte / Alter Glanz und neue Ideen
Tagesspiegel vom 8. September 2018 von Wolfgang Schoele

A) Mitte! Benedikt Goebel: Mitte! Modernisierung und Zerstörung des Berliner Stadtkerns von 1850 bis zur Gegenwart.
Ein Buch zeichnet die Zerstörung des historischen Stadtkerns von 1850 bis zur Gegenwart nach – ein wichtiger Beitrag in der Debatte zur Zukunft der alten Berliner Mitte.

B) Preußens erster Gewerbebau
Schinkels Bauakademie soll als Gebäude für nachhaltiges Bauen rekonstruiert werden – das Original war geradezu revolutionär.
Die Bauakademie als Vorbild der Gewerbebauten “ Mit diesem Back­steingebäude begönne der serielle Industrie- und Gewerbebau, nicht nur in Berlin, sondern in ganz Preu­ßen und darüber hinaus. Der Bau war schiere Revo­lution, und dieses Erbe gälte es fortzusetzen und zu überwinden“.

  Zu finden unter Presseveröffentlichungen auf den Seiten des Fördervereins der Bauakademie

Was soll nur aus der Alten Mitte werden?

Krawall in der Stadtwerkstatt
Berliner Zeitung vom 20.08.2018 - von Maritta Adam-Tkalec

Der Startschuss für die neue Phase des Bürgerdialogs über die Neugestaltung der Alten Mitte geriet am Freitagabend zu einem Granaten-Rumms, und man ahnt, warum die einladende Senatsverwaltung für Stadtentwicklung den Veranstaltungsort an der Karl-Liebknecht-Straße 11 für vier Jahre mit Verlängerungsoption mietet.
Schon beim ersten, als nettes Beisammensein mit Schlückchen und Häppchen geplanten Treffen der Teilnehmer an der neuen „Stadtwerkstatt“ prallten die Fraktionen aufeinander. Das Bürgerforum Berlin e.V. hatte nämlich eine große begehbare Karte anfertigen lassen, die das Stadtzentrum mit seinen historischen Schichten visualisierte: die alte Bebauung vor den Kriegszerstörungen, die DDR-Bauten, Nachwendebauten sowie begonnene beziehungsweise in den Blick genommene Projekte.

Museum der Moderne kommt später und wird teurer

2021 sollte das „M20“ stehen. Jetzt verschiebt Kulturstaatsministerin Monika Grütters den Spatenstich.
Berliner Morgenpost vom 13.08.2018

Das von den Schweizer Stararchitekten Herzog & de Meuron entworfene Museum des 20. Jahrhunderts in Berlin kommt später als geplant. Der erste Spatenstich ist nach Angaben von Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) erst für das kommende Jahr angesetzt. Eigentlich hatte das ambitionierte Gebäude in der Nähe des Potsdamer Platzes schon 2021 fertig sein sollen.