Marmor-Generäle marschieren von Unter den Linden in die Zitadelle

Berliner-Kurier vom 14.06.2021

Die preußischen Generäle Gerhard von Scharnhorst (1755-1813) und Friedrich Wilhelm Bülow von Dennewitz (1755-1816) ziehen sich in eine Festung zurück: Wegen ihrer fortschreitenden Verwitterung – sie halten es im Freien nicht mehr aus – werden die Marmorstandbilder in diesem Sommer vom Standort gegenüber der Neuen Wache in die Zitadelle Spandau abmarschieren, teilte die Senats-Kulturverwaltung mit. Sie sollen durch haltbarere Kopien ersetzt werden, das Material ist noch nicht geklärt.

Hallo Nachbar

THEMENSPEZIAL In der Mitte Berlins öffnen sich Räume und Blickachsen: Wie sich die Spreeinsel neu erfindet
Der Tagesspiegel vom 11.06.2021

Der Schlüterhof und die Passage zwischen Schlossplatz und Lustgarten sind endlich offen: Ein NEUER STADTRAUM entsteht im und rund ums Humboldt Forum. Berliner und Touristen werden Spreebalkon, Durchgänge und Terrassen erkunden und ungewohnte Blickachsen entdecken. Vier Perspektiven auf die neue Nachbarschaft in der Mitte Berlins.

Am Mittwoch haben wir den Schlüterhof und die Schlosspassage geöffnet, und ich bin mir sicher, dass die Berlinerinnen und Berliner das gut annehmen werden. Der Schlüterhof ist wie eine italienische Piazza, mit Gastronomie und Shop, und wunderbar geeignet für Veranstaltungen. Wir haben mit dem Humboldt Forum einen neuen Stadtraum, ein schönes kulturelles Zentrum geschaffen, das die Stadt bereichert.

Generäle verschwinden aus Mitte

Zwei Originale von Christian Daniel Rauch kommen auf die Zitadelle Spandau
Berliner Morgenpost vom 11.06.2021 von Dennis Meischen

Ein Politikum sind sie schon lange. Als die Marmorstandbilder der preußischen Militärs Friedrich Wilhelm Bülow von Dennewitz (1755-1816) und Gerhard David von Scharnhorst (1755-1813) im Zuge der Wiedervereinigung an ihren ursprünglichen Standort neben der Neuen Wache Unter den Linden zurückkehren sollten, intervenierten die Erben der Künstlerin Käthe Kollwitz. Seit 2002 stehen die Generäle der Befreiungskriege gegen Napoleon daher – von Denkmalschützern und Historikern durchaus kritisiert – gegenüber des historischen Schinkel- Bauwerks, in dem mit Kollwitz’ „Mutter mit totem Sohn“ der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft gedacht wird.

Kritik an Vorzeigeprojekt Flussbad wächst

Die anfängliche Begeisterung für eine Badeanstalt mitten im Herzen Berlins ist nach mehr als einem Jahrzehnt bei vielen gewichen.
Berliner Morgenpost vom 11.06.2021 von Isabell Jürgens

Die Idee eines Flussbades mitten im historischen Zentrum der Stadt Berlin an der Museumsinsel und zu Füßen des rekonstruierten Berliner Schlosses begeisterte vor gut einem Jahrzehnt ganz Berlin. Seit 2012 setzt sich der Verein „Flussbad Berlin e. V.“ dafür ein, den 1,8 Kilometer langen Spreekanal von der Gertraudenbrücke bis zum Bode-Museum mit einer Filteranlage in einem großen Teilbereich ökologisch zu säubern und auf einer Länge von 835 Metern als Flussbad zu nutzen.

Quartier 206 wechselt den Besitzer

Das einstige Luxuskaufhaus wurde für 220 Millionen Euro versteigert
Berliner Zeitung vom 09.06.2021 von Robin Schmidt

Es herrscht wieder eine Spur von Aufbruchstimmung im Quartier 206 in der Friedrichstraße . Durch die gelockerten Corona-Maßnahmen ist das Shopping für Kunden in dem Luxuskaufhaus einfacher geworden. Sogar eine Fashionshow fand hier zuletzt wieder statt, wie der Instagram-Kanal des Quartier 206 stolz präsentiert. Schaut man sich diesen an, könnte man sich fast ins Jahr 1997 zurück versetzt fühlen, als Berlin das Konzeptkaufhaus einige Jahre nach der Wende als Zeichen des Aufbruchs für Investoren und Architektur eröffnete - aber nur fast.