Dimension wie eine Autobahn

Die Verkehrsverwaltung hat die Neubaupläne der Mühlendammbrücke in der historischen Mitte vorgestellt. Die Kritik daran ist immens.
Berliner Morgenpost, aktualisiert am 10.11.2020 - von Christian Latz

Dimensioniert wie eine Autobahn überspannt die Mühlendammbrücke die Spree. Mit einer Breite von fast 46 Metern dominiert der graue Betonbau zwischen Fischerinsel und Nikolaiviertel den historischen Stadtkern Berlins an dieser Stelle. Daran soll sich auch nach dem nötigen Neubau kaum etwas ändern, kritisieren Initiativen, Parteien und der Bezirk Mitte.

Seit langem streiten sie erbittert mit der Senatsverkehrsverwaltung darum, dass der Neubau kleiner ausfällt. Um die aktuellen Pläne vorzustellen und das Thema mit Betroffenen und Interessierten zu besprechen, lud die Verkehrsverwaltung Montagabend zu einer digital übertragenen Informationsveranstaltung.

Komische Oper bekommt Neubau Unter den Linden

Die Komische Oper erhält bis zum Jahr 2027 einen Anbau am Boulevard nach den Plänen des Aachener Büros Kadawittfeldarchitektur.
Morgenpost vom 27.10.2020 - von Isabell Jürgens

In dem Neubau direkt an der Straße Unter den Linden sollen neben Probensälen und Büros eine öffentlich zugängliche Kantine, eine Vorverkaufskasse, Workshopräume sowie eine öffentliche Dachterrasse entstehen. 

Keine geschönten Berichte

Tagesspiegel Checkpoint vom 03.11.2020

Die Umweltverwaltung will „keine geschönten Berichte“ mehr zum Flussbad unterschreiben – und verweigert die Mitzeichnung eines Dokuments der Stadtentwicklungsverwaltung.

Kultursenator soll Parlament Akten vorenthalten haben

Wollte Lederer den Leiter der Stasi-Gedenkstätte loswerden? Kultursenator Klaus Lederer (Die Linke) weist die Vorwürfe zurück.
Berliner Morgenpost vom 4.10.2020 - von Ulrich Kraetzer

Berlin. Kultursenator Klaus Lederer (Linke) sieht sich dem Vorwurf ausgesetzt, dem Untersuchungsausschuss zur Aufklärung der Entlassung des früheren Leiters der Stasi-Gedenkstätte Hohenschönhausen, Hubertus Knabe, Unterlagen vorenthalten zu haben. Der „Welt am Sonntag“ liegen nach Aussage des Blattes 20 Dokumente im Umfang von 50 Seiten vor, die den Mitgliedern des Untersuchungsausschusses nicht vorgelegt worden seien. Die Dokumente seien zwischen Januar 2017 und November 2018 verfasst worden. Der „Welt am Sonntag“ habe die Kulturverwaltung die Unterlagen erst nach einer Klage aufgrund des Informationsfreiheitsgesetzes übermittelt.

Sie wissen nicht, was sie tun

Beim Umbau des historischen Stadtkerns erfahre die Geschichte kaum Aufmerksamkeit, sagt Stadtplaner Hans Stimmann.
Morgenpost, vom 27.09.2020 - Gastbeitrag von Hans Stimmann

Es vergeht kaum ein Tag ohne Ankündigung von Neuigkeiten der für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz zuständigen Senatorin Regine Günther. Die im Mobilitätsgesetz aus dem Jahr 2018 fixierten Ziele sind hochgesteckt, regeln aber auch Konflikte, die entstehen, wenn die Flächenanforderungen eines Verkehrsmittels mit dem eines anderen kollidieren. Für den Fall sollen die Verkehrsarten des Umweltverbundes – Fußgänger, Radfahrer und der ÖPNV – Vorrang haben. Die Umsetzung dieser gesetzlichen Vorgaben hat einen Kulturkampf über die Gestaltung zukünftiger Mobilität ausgelöst, der die Politiker und Planer beim Senat und in den Bezirken zwingt, über konkurrierende Flächenansprüche in vorhandenen Straßen zu entscheiden.