Flussbad mit viel kleinerem Filter

Verein stellt Umplanung vor. Demnach kann die Reinigungsfläche um 60 Prozent reduziert werden. Das spart Kosten
Berliner Morgenpost vom 04.05.2022 von Isabell Jürgens

Zu teuer, zu elitär, zu unhygienisch, unökologisch, technisch nicht machbar und aus denkmalpflegerischen Aspekten unangemessen: Das Vorhaben, nach rund 100 Jahren mitten in Berlin wieder eine Flussbadeanstalt zu eröffnen, hatte zuletzt mit heftigem Gegenwind zu kämpfen. Jetzt melden sich die Macher mit überraschenden neuen Zahlen zu Wort.

„Der Verein „Flussbad Berlin “ präsentierte am Dienstag die Ergebnisse aus einem Langzeitversuch. Die auf der „Hans-Wilhelm“, einem zum Laborschiff umgebauten Lastkahn, über viereinhalb Jahre getesteten Filtersysteme hätten ergeben, dass eine für das Baden ausreichende Wasserqualität im Kupfergraben mit einer gegenüber den ursprünglichen Planungen um 60 Prozent kleineren Filterfläche erzielt werden könne.

Berliner CDU: Friedrichstraße muss Chefsache werden

Die Berliner CDU kritisiert den jüngsten „Alleingang“ der Verkehrssenatorin . Die Friedrichstraße müsse neu belebt werden.
Berliner Morgenpost vom 03.05.2022

Die Berliner CDU kritisiert die neuen Pläne von Verkehrssenatorin Bettina Jarasch (Grüne) an der Friedrichstraße in Mitte. Oliver Friederici, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion Berlin , erklärte am Dienstag: „Es wird nicht besser, wenn Frau Jarasch einen Fehler in der Friedrichstraße mit einem Doppelfehler ( Friedrichstraße und Charlottenstraße) korrigieren will. Notwendig ist ein Gesamtkonzept ohne Ausgrenzungen für den ganzen Einzugsbereich in der Berliner Mitte."

Ein Springbrunnen mitten auf der Friedrichstraße

Verkehrssenatorin Bettina Jarasch (Grüne) hat den Abschlussbericht zum autofreien Abschnitt vorgestellt. Scharfe Kritik aus Hotellerie, Gastronomie und Handelsverband
Berliner Morgenpost vom 04.05.2022 von Lea Hensen

Fußgängerzone oder gar „Piazza“: Verkehrssenatorin Bettina Jarasch (Grüne) hat am Montagabend offiziell den Abschlussbericht zur Umgestaltung der Friedrichstraße vorgestellt. Am Dienstag hat sie ihn veröffentlicht. Wie die Berliner Morgenpost bereits vorab berichtet hatte, soll der seit August 2020 provisorisch eingerichtete autofreie Abschnitt zwischen Französischer Straße und Leipziger Straße dauerhaft nur noch von Passanten genutzt werden. Dafür wird die Flaniermeile noch einmal umgestaltet, auch, um Aspekte zu verbessern, die von Anfang an kritisiert worden sind. „Ganz von Null anfangen möchten wir aber nicht“, betonte Jarasch.

Sie bauen es wirklich: Monster-Kanzleramt für 600 Millionen Euro

B.Z. vom 02.05.2022 von Gunar Schupelius

Der Berliner Senat hat den Bebauungsplan für die Vergrößerung des Bundeskanzleramtes genehmigt. Am bestehenden Gebäude ist ein "Anbau" geplant. Dieser Anbau soll Platz für 400 neue Büros schaffen und wird mit einer Nutzfläche von 25 000 Quadratmetern exakt genauso groß sein wie das jetzige Kanzleramt.

Friedrichstraße bald ohne Fahrräder

„Flaniermeile“ soll zur Fußgängerzone werden. Zweiradverkehr wird stattdessen über die Charlottenstraße geführt
Berliner Morgenpost vom 28.04.2022 - von Jessica Hanack und Julian Würzer

Die sogenannte Flaniermeile Friedrichstraße soll neugestaltet werden. Nach Informationen der Berliner Morgenpost soll der seit August 2020 autofreie Abschnitt zwischen Französischer Straße und Leipziger Straße zur Fußgängerzone werden. Damit soll der fast vier Meter breite Fahrradstreifen in der Mitte der Straße künftig verschwinden. Weiteren Informationen zufolge soll auch die Charlottenstraße in die Umgestaltung eingebunden werden. Über die Parallelstraße, die derzeit stark vom ausweichenden Pkw- Verkehr betroffen ist, soll künftig der Fahrradverkehr gelenkt werden. Besprochen wurden die Pläne bei einer Sitzung mit Verkehrssenatorin Bettina Jarasch (Grüne), der Industrie- und Handelskammer (IHK), dem Verein Berliner Kaufleute und Industrieller (VBKI), der Galeries Lafayette, dem Handelsverband Berlin -Brandenburg und der AG City. Offiziell wollte sich niemand zu dem neuen Konzept äußern.