Pressestimmen
Neptunbrunnen zurück zum Schlossplatz? Bürgerbündnis fordert Rückführung
Der Berliner Schlossplatz soll grüner und klimagerechter werden, mit einem neuen, modernen Brunnen. Eine Allianz Berliner Bürgervereine fordert hingegen die Rückkehr des historischen Neptunbrunnens. Der Konflikt wirft ein Licht auf den Umgang mit Geschichte im Stadtraum.
Entwicklungsstadt vom 17.07.2025 von Toja Gural
Die Allianz Berliner Bürgervereine kritisiert die Pläne des Senats zur Neugestaltung des Schlossplatzes vor dem Humboldt Forum. Im Zentrum der Auseinandersetzung steht der Neptunbrunnen von Reinhold Begas. Seit Jahrzehnten steht er vor dem Roten Rathaus, sein ursprünglicher Standort war jedoch der Schlossplatz. Die Allianz fordert nun die Rückführung des Originals oder eine originalgetreue Replik.
Millionen-Deal um Kloster-Areal: „Kein Grund zur Aufregung“
Berlin. Nach dem Vergleich über das Kloster-Areal im Herzen Berlins äußert sich ein Historiker der Stiftung Mitte zu den aktuellen Ereignissen.
Morgenpost vom 15.07.2025 von Iris May
In der vergangenen Woche wurde ein Vergleich zwischen dem Land Berlin und einer Stiftung über das wertvolle Klosterareal nahe dem Roten Rathaus bekannt. Das Abgeordnetenhaus billigte den Vergleich, der der Stiftung Berlinisches Gymnasium zum Grauen Kloster Grundstücke im Wert von einer halben Million Euro und eine Million Euro zuspricht. Die Stiftung erhielt zwei kleine Teile des 6472 Quadratmeter großen Grundstücks. Der Rest des Grundstücks im Wert von fünf Millionen Euro verblieb beim Land. Angesichts der uneindeutigen Eigentumsverhältnisse des Areals wurde das Vorgehen von dem Architekten Professor Philipp Oswalt scharf kritisiert. Nun hat sich der promovierte Historiker Benedikt Goebel zu den Ereignissen geäußert. Er ist Vorsitzender der Stiftung Mitte Berlin, die sich für die Rekonstruktion der historischen Mitte Berlins einsetzt.
Wohnungsbau neben Lost Place: „Städtebauliches Armutszeugnis“
In Karlshorst entsteht die Siedlung „Gartenstadt“. Doch für den verwahrlosten Lost Place nebenan gibt es kein Konzept. Das ärgert Anwohner.
Morgenpost vom 14.07.2025 von Leonard Laurig
Die architektonischen Zeugnisse der Luftfahrtgeschichte sind schon deutlich verfallen. Fenster und Tore fehlen. Pflanzen wuchern an den Gemäuern hoch. Die Wände sind teilweise mit Graffiti besprüht. Dennoch sind sie ein wichtiges Relikt der Vergangenheit. Die alten Hallen in Karlshorst zeugen nämlich davon, dass hier mal Flugzeuge gestartet und gelandet sind. Im Ersten Weltkrieg wurde die „Fliegerstation Berlin-Friedrichsfelde“, wie sie damals hieß, gebaut. Seit Jahrzehnten stehen die Hallen nun leer. Und weil sie dem Denkmalschutz unterliegt, dürfen sie nicht abgerissen werden.
Geschichte trifft Gegenwart: Wie der Grenzsteg auf der Spree zur Kulturmeile werden soll
Ein lange unzugänglicher Steg mitten auf der Spree soll zum lebendigen Stadtraum werden. Mit dem „Grenzhafen Berlin“ soll ein Ort entstehen, der Berliner Geschichte, Schifffahrtstradition und Kultur an der einstigen Grenze zwischen Treptow, Friedrichshain und Kreuzberg verbindet. Zwei Büros haben den Sprung in das abschließende Werkstattverfahren geschafft.
Entwicklungsstadt vom 11.07.2025 von Karin Schütte
Zwischen Oberbaum- und Elsenbrücke zieht sich ein rund 480 Meter langer Steg über die Spree. Jahrzehntelang war dieser Steg, Teil der einstigen Grenzanlagen zwischen Ost- und West-Berlin, ein Symbol der Teilung und blieb bis heute weitgehend unzugänglich. Mit dem „Grenzhafen Berlin“ soll sich das ändern: Ein Werkstattverfahren soll die Grundlage schaffen, um das denkmalgeschützte Bauwerk zu sichern und als öffentlich erlebbaren Stadtraum zu gestalten.
Bauturbo: Opposition kritisiert Regierungspläne für schnelleren Wohnungsbau
Die Bundesregierung will den Bau von Wohnungen in Deutschland beschleunigen. Dadurch würde kein bezahlbarer Wohnraum gefördert, kritisiert die Grünen.
Berliner Zeitung vom 10.07.2025 von afp khe
Der Bundestag hat erstmals über die Pläne der schwarz-roten Bundesregierung für einen schnelleren Wohnungsbau beraten. Dabei kritisierte vor allem die Oppositionspartei Bündnis 90/ Die Grünen das Vorhaben. So warfen die Grünen der Bundesregierung vor, teure Neubauten anstelle bezahlbaren Wohnraum zu fördern.
