Zu wenig Verlässlichkeit

Berliner Zeitung vom 18.10.2022 von Ulrich Paul

In der Berliner Stadtentwicklung gibt es gerade viel zu tun. Berlin muss zusehen, dass sich die Stadt in Anbetracht des Klimawandels, des Wohnraummangels und akuter Abstiegsängste vieler Menschen als Ort bewährt, der den sozialen Zusammenhalt stärkt und Zukunftsaufgaben wie die Mobilitätswende bewältigt.

Doch ausgerechnet in dieser Zeit, in der es im besonderen Maße auf verlässliches Handeln des politischen Führungspersonals ankommt, erschüttert der fragwürdige Ausgang des Werkstattverfahrens zur Neugestaltung des Molkenmarkts die Glaubwürdigkeit hiesiger Entscheidungsträger. Konkret: die Glaubwürdigkeit von Senatsbaudirektorin Petra Kahlfeldt.

Neues vom Schlossförderer Wilhelm von Boddien

Morgenpost vom 13.10.2022 von Isabell Jürgens
Wilhelm von Boddien hat ein Buch über das „Abenteuer Berliner Schloss “ geschrieben. Darin rechnet er auch mit Widersachern ab.

Wilhelm von Boddien hat den Clubraum des Bistros Lebenswelten im Berliner Schloss /Humboldt Forum gewählt, um sein druckfrisches Buch zu präsentieren. „Abenteuer Berliner Schloss – Erinnerungen eines Idealisten“ ist das Werk betitelt, das der Geschäftsführer des Fördervereins Berliner Schloss am Donnerstag vorstellte. Schon der Schutzumschlag des Hardcovers lässt keinen Zweifel daran, dass sich die Gewitterwolken über dem umstrittensten Bauvorhaben der Nachwendezeit noch nicht verzogen haben: Blitze zucken über den düsteren Berliner Himmel, aus dem sich die Fassade des hell angestrahlten Schlosses erhebt.

Gendarmenmarkt wird zwei Jahre lang zur Baustelle

Einer der schönsten Plätze Berlins wird zwei Jahre lang saniert. Der Weihnachtsmarkt muss weichen, die Kosten sind enorm.
Morgenpost vom 12.10.2022

Der Gendarmenmarkt in Berlin -Mitte wird zwei Jahre lang zur Baustelle. Bereits am heutigen Mittwoch starteten erste Sanierungsarbeiten. Durch den Umbau soll einer der schönsten historischen Plätze Berlins fit für die Zukunft gemacht werden, wie es in einer Pressemitteilung der Senatsumweltverwaltung heißt.

Neben einer unterirdischen Infrastruktur erhält der Platz demnach ein neues Regenwassermanagement und werde künftig barrierefrei nutzbar.

Ewige Flamme erloschen – So wird Geschichte vergessen

Um Gas zu sparen brennt das Ewige Licht auf dem Theodor-Heuss-Platz nicht mehr. Es soll an die Opfer von Flucht und Vertreibung zu erinnern.
B.Z. vom 12.10.2022 von Andreas Vollbrechtshausen

Die Gasag drehte dem Mahnmal auf dem Theodor-Heuss-Platz das Gas ab – um Energie zu sparen Dazu ein Kommentar von B.Z.-Redakteur Andreas Vollbrechtshausen.

Die Ewige Flamme auf dem Theodor-Heuss-Platz ist seit Freitag erloschen. Aus Kostengründen. Sie brannte dort, um an die Opfer von Flucht und Vertreibung zu erinnern.

Es kann auch in Berlin schön sein, die Altstadt wieder aufzubauen

B.Z. vom 11.10.2022 von Gunnar Schupelius

Wer hat eigentlich gesagt, dass Berlins historische Mitte rund um das Rote Rathaus eine öde unbebaute Fläche bleiben muss? Hier gab es kleine Straßen und viele Häuser, darunter schöne Fassaden aus der Gründerzeit und den 1920er-Jahren.

Die Altstadt ging im Zweiten Weltkrieg unter und wurde nicht wieder aufgebaut. Sogar den Straßengrundriss hat man in den 1950er-Jahren planiert und große Achsen draufgelegt, für den Autoverkehr und damals für Massenveranstaltungen in der DDR.