Straßenverkehr: Zahl der Fahrzeuge in Berlin steigt auf 1,5 Millionen

Stetiger Zuwachs trotz eingeleiteter Mobilitätswende. ADAC fordert angepasstes Verkehrskonzept
Jens Anker vom 18.07.2022

Berlin Trotz der vor fünf Jahren eingeleiteten Mobilitätswende ist die Zahl der Kraftfahrzeuge auf Berlins Straßen stetig gewachsen. In den vergangenen zehn Jahren stieg die Zahl der angemeldeten Autos und Lastwagen um 170.000 auf 1,48 Millionen im Jahr 2021. In diesem Jahr kamen nach Angaben des Statistischen Landesamts bereits 15.000 weitere hinzu, sodass Berlin wohl noch in diesem Jahr die 1,5-Millionen-Marke knacken wird.

Schlossgespenster

Der Förderverein zeigt Hemmungen, sich von rechtslastigen Spendern abzugrenzen. Die Stiftung Humboldt-Forum fordert dagegen klare Distanz.
Von Nina Breher vom 16.07.2022

Wird die barocke Schlossfassade teilweise finanziert von Rechten und Antidemokraten? Das Humboldt-Forum steht seit Monaten in der Kritik, da unter den Spendern für die Stadtschloss Rechte, Rechtsextreme und Antidemokraten bekannt wurden. Der „Förderverein Berliner Schloss e.V.“, der Spenden für die Fassade des Stadtschlosses sammelt, weigert sich, sich von rechten oder rechtsextremen Spendern in seinen Reihen zu distanzieren – und stellt in Frage, was rechtsextrem eigentlich heiße.

PR-Auftrag in die eigene Tasche

Verdacht auf Unregelmäßigkeiten bei Auftragsvergabe des Vereins Flussbad Berlin - Das Flussbad-Projekt im Spreekanal in der Mitte Berlins ist umstritten. Zu kompliziert, technisch und rechtlich nicht machbar, zu teuer - so lauten die Einwände. Jetzt kommt auch noch eine Finanzaffäre hinzu.
RBB 24 Abendschau vom 14.07.22 von Torsten Mandalka

Frühjahr 2017: Der gemeinnützige Verein Flussbad Berlin will die Idee einer Badenutzung des Spreekanals in der Mitte Berlins voranbringen. Zwar wird das Projekt schon längst lebhaft diskutiert, die Öffentlichkeitsarbeit soll aber noch besser werden. Also schreibt der Verein einen Auftrag aus für ein PR-Projekt. Geld genug hat er - aus der öffentlichen Förderung durch Bund und Land Berlin. Bei der Ausschreibung geht es um Pläne, "fotorealistische Darstellungen" und Grafiken, die auch für die "allgemeine Öffentlichkeit" verständlich sind, und um einen Erklärfilm.

Rettung der Bahn-Ruine am Pankower Tor

Investor lässt alten Rundlokschuppen sanieren. Kröten könnten innerhalb Berlins umziehen
Morgenpost vom 14.07.2022 Thomas Schubert

Jetzt wird saniert, was noch zu sanieren ist: Nach jahrzehntelangem Verfall, einem Prozess und zähen Verhandlungen laufen am Pankower Tor in diesem Sommer endlich Reparaturmaßnahmen an. Plötzlich trägt der große Rundlokschuppen Planen und Gerüste. Es sind lang erwartete Arbeiten, die Hoffnung stiften auf ein neues Wahrzeichen für Investor Kurt Kriegers Stadtquartier am Pankower Tor. Gerüstbauer entfernen dieser Tage verfallene Dachteile des 1893 erbauten Denkmals auf dem Gelände des früheren Güterbahnhofs Pankow und legen behelfsmäßige Abdeckungen auf die markanten runden Außenmauern des Schuppens.

Bauakademie: Mehrheit will historische Fassaden

Eine Umfrage zeigt eine große Zustimmung für die Rekonstruktion des Schinkel- Baus
Berliner Zeitung vom 13.07.2022 von Maritta Tkalec

Der Wiederaufbau der Berliner Bauakademie mit ihrer historischen Fassade wird von einer deutlichen Mehrheit der Bundesbürger befürwortet. Aus einer vom Meinungsforschungsinstitut Forsa durchgeführten bundesweiten Umfrage ging jetzt hervor, dass 67 Prozent der Befragten beim geplanten Wiederaufbau des Bauakademiegebäudes befürworten würden, dass die Fassade nach historischem Vorbild wiederhergestellt wird. 19 Prozent würden eine moderne Fassade bevorzugen, 14 Prozent haben hierzu keine eindeutige Meinung. Für die Umfrage befragte Forsa vom 28. Juni bis 5. Juli 2022 insgesamt 1016 in Deutschland lebende Erwachsene. Den Befragten wurden zwei historische Abbildungen der Bauakademie gezeigt. Die repräsentative Umfrage hatte der Verein Stadtbild e. V. in Kooperation mit dem Förderverein Bauakademie und der Gesellschaft Historisches Berlin in Auftrag gegeben.