Pressestimmen
Museum "Berlin Modern": Eröffnung wohl viele Monate später
Beim Museumsneubau am Berliner Kulturforum gibt es Probleme. Die für 2029 geplante Eröffnung wird mit großer Wahrscheinlichkeit erst viel später stattfinden.
T-online vom 20.03.2026 von Max Pribilla
Die Eröffnung des neuen Hauptstadtmuseums "Berlin Modern" wird sich aller Wahrscheinlichkeit nach weiter nach hinten verschieben. Das geht aus dem halbjährlichen Bericht von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer an den Haushaltsausschuss des Bundestages über den Fortschritt der Baumaßnahmen hervor. Das Dokument liegt der Regionalredaktion von t-online in Berlin vor.
Was läuft schief beim Sondervermögen?
Mit 500 Milliarden Euro zusätzlicher Schulden wollte die Regierung die Infrastruktur stärken. Doch laut Studien stopft sie vor allem Haushaltslöcher. Das steckt hinter den Vorwürfen.
Morgenpost vom 19.03.2026 von Günter Marks und Christoph Link
Berlin Die Glaubwürdigkeit der Bundesregierung steht einmal mehr auf dem Spiel: Mit dem Münchner Ifo-Institut und dem IW Köln werfen gleich zwei renommierte Wirtschaftsinstitute dem Bund vor, einen großen Teil des vor einem Jahr beschlossenen 500 Milliarden Euro großen Sondervermögens bislang nicht wie vereinbart für zusätzliche Investitionen, sondern zum Stopfen von Haushaltslöchern zu verwenden. Die für die Schuldenaufnahme nötige Grundgesetzänderung im März 2025 war in einem umständlichen parlamentarischen Verfahren herbeigeführt worden. Viele politische Akteure äußerten damals ihre Befürchtung, das Geld werde ohnehin zweckentfremdet, die Schulden würden ohne Wirkung im eigentlichen Haushalt verpuffen. Hatten sie recht? Fragen und Antworten:
Feindbild Bauhaus
Flachdach, Satteldach, Kulturkampf: Moderne Architektur polarisiert. Es geht um Identität, Macht und die Frage, wie wir leben wollen. Die AfD nutzt das.
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 15.03.2026 von Mina Marschall
Haltestelle Flechtinger Straße in Magdeburg. Hier beginnt die Hermann-Beims-Siedlung. Wohnblock reiht sich an Wohnblock, jeder drei Stockwerke hoch, mit Flachdach und gelber Fassade. Kleine Rasenflächen trennen die Gebäude von der Straße. Auf jeder von ihnen steht ein Briefkasten. Nur die Farbe der Haustüren und Fensterrahmen unterscheidet sich von Haus zu Haus.
150 Jahre alte Villa in Wannsee soll abgerissen werden
Seit Jahren setzen sich Anwohner und Bezirkspolitiker für den Erhalt des Hauses in der Kolonie Alsen ein. Doch das Landesdenkmalamt bleibt hart.
Morgenpost vom 07.03.2026 von Katrin Lange
Wannsee Zwei kleine rote Klötzchen, kaum sichtbar auf der verwilderten Wiese, waren das Warnsignal: Hier passiert etwas. „Damit werden neue Gebäude abgesteckt“, erklärt Andreas Kaetzler. Die Markierungen sind ganz plötzlich im Vorgarten einer besonderen Villa aufgetaucht. Sie gehört zu den ersten Häusern, die der Bankier Wilhelm Conrad 1871 in der Kolonie Alsen zwischen dem Kleinen und dem Großen Wannsee bauen ließ. Mit den noblen Anwesen wollte er wohlhabende Berliner aus der Stadt ans Wasser locken.
Die Furcht, dass Berlin es mal wieder vergeigt
Berlin hat in den vergangenen Jahren eindrucksvoll bewiesen, wie man Straßenumbauten und Neugestaltungen im Sinne einer Verkehrswende gegen die Wand fährt.
Berliner Zeitung vom 03.03.2026 von Marcus Weingärtner
Die Friedrichstraße wurde weit über die Stadt hinaus zum Symbol für ideologisch aufgeladene Verkehrspolitik ohne tragfähiges Konzept, mal verkehrsberuhigt, mal Durchfahrtsstraße, mal autofreie Flaniermeile, ohne Plan und ohne Ziel. Ein paar Parklets und ein paar Blumenkübel schaffen eben noch keine Atmosphäre, die den Einzelhandel zum Blühen bringt und die Besucher anzieht. Das Gegenteil war der Fall, am Ende war niemand zufrieden. Jetzt ist die Friedrichstraße nur noch eine an vielen Stellen runtergekommene Innenstadtmeile.
