Alte Immobilien müssen nicht stranden

Über den Umgang mit nicht nachhaltigen Gebäuden und ihren Wertverlust - Vier Fragen an Hannes Eckstein, Aurepa Advisors
Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 01.11.2022 - Die Fragen stellte Michael PSotta

Sie entwickeln Bestandsimmobilien, häufig auch welche, die Gefahr laufen zu stranden. Wie groß schätzen Sie diese Gefahr ein?
Wir begrüßen die Diskussion zur Entwicklung von Bestandimmobilien im Hinblick auf ESG (Anlagekriterien Umwelt, Soziales und Unternehmensführung) und EU-Taxonomie so enorm zugenommen hat. In einer aktuellen Trendumfrage mit unserem Partner PWC Deutschland machen bei rund 20 Prozent der befragten Asset-Manager nicht-ESG-konforme Immobilien 50 bis 75 Prozent ihres betreuten Immobilienbestandes aus, bei weiteren 36 Prozent sind es zwischen 25 und 50 Prozent. Es müssen also dringend Wege gefunden werden, wie ältere Immobilien einen niedrigeren Energieverbrauch erreichen, der den Carbon-Footprint bestimmt, und wie die Mietflächen für Nutzer dauerhaft attraktiv gestaltet werden können. eine tiefgründige Auseinandersetzung ist somit mehr denn je wichtig, um das Stranden von Bestandimmobilien zu verhindern.

Preußisch grundiertes Selbstlob

Stadtschloss-Mentor Wilhelm von Boddien legt seine Memoiren vor. Interessant ist ein frühes Lebenskapitel aus der Zeit des Mauerbaus
Tagesspiegel vom 31.10.2022 von Hans-Hermann Kotte

Der französische Humorist Topor (1938-1997) hat mit „Memoiren eines alten Arschlochs“ die ultimative Parodie auf das Genre der Autobiographie geliefert. Darin macht er sich insbesondere lustig über das typische übertriebene Namedropping. 382 Prominente und Celebritys kreuzen Topors fiktiven Lebensweg, von Al Capone bis zu Edith Piaf.

Nicht mit Berühmtheiten gegeizt wird auch in den jüngst erschienenen Memoiren von Stadtschloss-Mentor Wilhelm von Boddien. In seinem Buch „Abenteuer Berliner Schloss – Erinnerungen eines Idealisten“ reicht das Spektrum von Henry Kissinger bis zu Brigitte Grothum.

„Die Entwicklung von Stadt lässt sich nicht einfrieren“ Senator Geisel über seine Vorstellung für das Berlin der Zukunft

Tagesspiegel online vom 31.10.2022

Bei der Städtebaukonferenz Paris- Berlin tauschen sich Experten und Politik über Metropolgestaltung aus. Geisel will von Paris lernen – in einem Punkt zumindest.

Wird Berlin irgendwann fertig sein? Die Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) glaubt das nicht. „Berlin wird voraussichtlich nie vollendet sein, sondern sich immer im Werden befinden“ – so sagte sie es am Montag zur Eröffnung der Städtebaukonferenz Paris- Berlin mit dem Titel „Unvollendete Metropole“.

Kirchenleerer Naumburger Dom

Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 31.10.2022 von Stefan Trinks

Seit Anfang Juli ragt im Westchor des Naumburger Doms wieder ein prächtiges, gemaltes Altarretabel auf, von der Kirche abgesegnet und geweiht. Für den steinernen Altarunterbau hatten Lucas Cranach und seine Werkstatt im Jahr 1519 einen Mittelteil und zwei Seitenflügel geschaffen. Während die im Bildersturm der Reformationszeit verlustig gegangene Mitte von Cranach sehr wahrscheinlich Maria zeigte, die Patronin des Westchors von Naumburg, haben sich die beiden Seitenflügel mit Katharina, Magdalena, weiteren Heiligen und den Stiftern erhalten.

Städtepartnerschaft: Was Berlin von Paris lernen kann

Seit 35 Jahren sind die Städte Paris und Berlin Freunde. Auf die aktuellen Herausforderungen einer Metropole finden sie unterschiedliche Antworten.
Focus vom 30.10.2022 von Michael Evers (Paris) und Matthias Arnold ( Berlin ), dpa

Freunde fürs Leben? Wer weiß. Immerhin schon seit 35 Jahren besteht die Städtepartnerschaft zwischen den beiden europäischen Metropolen Berlin und Paris.

Seither hat sich einiges getan. Berlin wurde wiedervereinigt, Hauptstadt der Bundesrepublik und eine Weltstadt, deren Anziehungskraft sich weder mittellose Lebenskünstler noch autobauende Tech-Milliardäre entziehen können. Doch mit der wachsenden Beliebtheit haben auch die Probleme zugenommen: Wohnungsmangel, steigende Mieten sowie Streit um den knappen Platz auf den Straßen bilden Herausforderungen, die auch Paris gut kennt.