Pressestimmen
Berliner Wohnungsbau-Chef über zu teure Entwürfe und mehr Mut bei Miethöhen
Auch in teuren Zeiten bauen die landeseigenen Wohnungsunternehmen. WBM-Chef Lars Dormeyer spricht darüber, ob deshalb das Stadtbild zu kurz kommt und warum er Enteignung für gefährlich hält.
Tagesspiegel vom 06.12.2025
Herr Dormeyer, würden Sie gern in einem der Berliner Neubauquartiere wie der Europacity wohnen?
Da ich eingefleischter Pankower bin, würde ich dort persönlich nicht wohnen wollen. Aber Sie meinen in Bezug auf die Architektur?
5,6 Millionen Euro für Fischtreppe in Mitte
Welse sollen in Zukunft ungehindert über die Mühlendammschleuse wandern können. Insgesamt soll das neue Wehr 45,4 Millionen kosten
Morgenpost vom 04.12.2025 von Iris May
Berlin Die Mühlendammbrücke wird ab Mai 2026 abgerissen und erneuert, wie aus Ausschreibungs-Unterlagen des Senats hervorgeht. Wie jetzt bekannt wurde, soll an der Mühlendammschleuse im Zuge der geplanten Arbeiten auch ein neues Wehr und eine Fischtreppe gebaut werden, was voraussichtlich mit 45,4 Millionen Euro zu Buche schlagen wird. 5,6 Millionen davon sind für die Fischtreppe veranschlagt, deren Bau bereits im August begonnen hat. Gerade werden die Wände mit Stahlspundbohlen befestigt.
Brückenneubau kommt schneller als erwartet
Bruchgefahr: Berlin beschleunigt Verfahren für Mühlendammbrücke
Morgenpost vom 03.12.2025 von Louisa Thönig
Mitte Die Mühlendammbrücke in Mitte rückt schneller als erwartet an den Rand ihrer Belastbarkeit. Seit Jahren ist bekannt, dass das Spannbetonbauwerk aus dem Jahr 1968 ersetzt werden muss – konstruiert mit jenem „Hennigsdorfer Spannstahl“, der auch in der 2024 eingestürzten Dresdner Carolabrücke verbaut war. Doch nun deutet sich an, dass der Zeitdruck größer ist als bislang kommuniziert.
Der Preis der Furchtsamkeit
Unsere Machthaber in Europa sind keine Draufgänger mehr. Was in Friedenszeiten ein Glück war, wird im Kampf mit Trump und Putin zum Verhängnis.
Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 03.12.2025 von Eva Ladipo
Natürlich ist es ein Segen, von ihnen regiert zu werden. In Berlin, in Brüssel, in London und in Paris sitzen Verantwortliche, die Kinder des Rechtsstaats und des Wohlstands sind. Sie sind im Frieden groß geworden, sozialisiert in einer Epoche, in der nicht das Recht des Stärkeren darüber entschied, wer es nach oben schafft, sondern Auswahlprozesse, die Ausdauer und Fleiß belohnen, vielleicht auch nur Anpassung und Umgänglichkeit. Auf diese Weise sind seit dem vermeintlichen „Ende der Geschichte“ in der Wirtschaft und Politik kompetente Technokraten an die Spitze gelangt. Leute mit zivilem Temperament, die sich in komplexen Organisationen zurechtfinden, ohne anzuecken. Vor allem die Männer unter ihnen scheinen gelernt zu haben, sich selbst zurückzunehmen und vorsichtig zu sein, um nicht in den Verdacht des Chauvinismus zu geraten. Wie gesagt: in Friedenszeiten ein großes Glück.
Einsturzgefährdete Berliner Mühlendammbrücke soll ab Mai 2026 neu gebaut werden
Berlin hat den Neubau der Mühlendammbrücke ausgeschrieben. Die Zeit drängt: Wegen der Einsturzgefahr wird der Auftrag in einem „beschleunigten Verfahren“ vergeben.
Tagesspiegel vom 02.12.2025
Seit sieben Jahren steht fest, dass die Mühlendammbrücke im Berliner Bezirk Mitte abgerissen werden muss. Sie ist so konstruiert wie die Dresdner Carolabrücke, die 2024 einstürzte. Seit vier Jahren steht auch fest, wie der Neubau aussehen wird – den Wettbewerb gewann 2021 ein dänisches Architekturbüro. Mehrere Änderungen der Pläne verzögerten das Projekt.
