Pressestimmen
Die staatliche Zwickmühle im Wohnungsbau
Zweimal gelang es in der jüngeren deutschen Geschichte, Mangel erfolgreich zu bekämpfen. Heute führt das Bemühen, ärmeren Bürgern zu bezahlbaren Wohnungen zu verhelfen, in die Subventionsfalle. Gemeinnützigkeit ist keine Lösung.
FAZ vom 05.05.2026 von Werner Plumpe
Angesichts der wachsenden Wohnungsnot ist das Rätseln groß, wie die Bauleistung gesteigert werden kann, um die hohe Nachfrage nach preiswertem Wohnraum zu befriedigen. Die Nachfrage zu begrenzen, etwa durch Verringerung der Zuwanderung oder durch Herabsetzung des individuellen Wohnflächenverbrauchs, wird nicht oder nur am Rande diskutiert, zum Beispiel wenn es darum geht, ältere Menschen zum Verzicht auf Wohnraum zu bewegen. Die Gretchenfrage scheint vielmehr, wie die Bauleistung zu steigern ist. Da ist guter Rat teuer, denn Flächenknappheit und hohe Baukosten machen es mittlerweile fast unmöglich, preiswerten Wohnraum zu schaffen.
WBM will 10.000 neue Wohnungen in Berlin bauen
Acht Neubauten will die städtische Wohnungsbaugesellschaft noch in diesem Jahr umsetzen. Bis 2034 sollen 10.000 neue Wohnungen entstehen. Am Mittwoch war Spatenstich für ein Projekt in Friedrichshain.
Tagesspiegel vom 29.04.2026 von Robert Klages
Bereits rund 85.000 Berliner Mieterinnen und Mieter leben in rund 35.000 Wohnungen der WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH. Das städtische Unternehmen agiert größtenteils im Ostteil der Stadt: Friedrichshain, Treptow, Lichtenberg, Mitte. Hinzu kommen 314.000 Quadratmeter Gewerbefläche.
Die Siemensbahn kommt zurück – „2029 ist eigentlich gleich morgen“
Auf den S-Bahn-Gleisen sollen 100 Jahre nach ihrer Einweihung wieder Züge rollen. Was die Bahn verspricht – und warum manche Anwohner noch skeptisch sind.
Morgenpost vom 29.04.2026 von Florentine Luise Lippmann
Berlin Zwischen Charlottenburg und Spandau liegt eine S-Bahn-Strecke seit 45 Jahren still. Die Gleise sind überwuchert, die Bahnhöfe verfallen, der alte Stahlviadukt trägt heute mehr Rost als Farbe und ist an vielen Stellen mit Grünzeug überwuchert. Die Siemensbahn, einst täglich von Zehntausenden Arbeitern von Siemens genutzt, verschwand 1980 aus dem Berliner Stadtbild. In gut drei Jahren soll sie zurückkehren. Am 20. Dezember 2029 soll hier wieder eine S-Bahn fahren.
Am 20. ist Badetag – Mitschwimm-Demos starten wieder
Berlin (dpa/bb) – Bei seinem Engagement für erlaubtes Baden in der Spree will der Verein Flussbad Berlin noch mehr Druck machen. Ab Mai soll es bis zur Abgeordnetenhauswahl im September in jedem Monat eine Mitschwimm-Demo geben, wie der Verein ankündigte. «Am 20. ist Badetag» lautet dabei das Motto.
berliner-abendblatt.de vom 27.04.2026
Die erste Demo im Spreekanal in diesem Jahr ist entsprechend für den 20. Mai geplant – 101 Jahre, nachdem das Verbot in Kraft getreten ist, das Baden in der innerstädtischen Spree untersagt.
Damals waren die zunehmende Verschmutzung des Flusses und damit verbundene Gesundheitsgefahren der Anlass. Heute ist das Baden nach wie vor verboten – die Umweltverwaltung könnte das ändern, hat das bisher aber abgelehnt.
Karl Marx und Friedrich Engels auf der Baustelle – die Bronzefiguren gehören seit 1986 zum Marx-Engels-Forum
Wo Marx und Engels auf eine Baustelle blicken - Auf dem Areal zwischen Fernsehturm und Spree wird noch bis 2027 gebaut. Inzwischen ist aber immerhin die künftige Gestaltung erkennbar.
Morgenpost vom 27.04.2026
Mitte Das Marx-Engels-Forum in Berlin-Mitte bleibt noch mehr als eineinhalb Jahre eine Baustelle. Die überlebensgroßen Bronzefiguren von Karl Marx und Friedrich Engels, die dort seit 1986 in Richtung Fernsehturm blicken, sind bis zum Abschluss der Baumaßnahmen voraussichtlich Ende 2027 nicht öffentlich zugänglich. Das teilte die Senatsverwaltung für Mobilität und Umwelt auf dpa-Anfrage mit. Die Figuren waren 2010 für den Weiterbau der U-Bahnlinie U5 versetzt worden und kehrten erst 2022 zurück.
