Petra Kahlfeldt: „Das Echo zum Molkenmarkt ist ein positives Signal“

An der Planung für die historische Stadtmitte hat sich heftiger Streit entzündet. Senatsbaudirektorin Petra Kahlfeldt sagt: Debatte ist gut. Aber bitte fair und respektvoll. Senatsbaudirektorin Kahlfeldt zum Molkenmarkt : „Das Verfahren ist überkomplex, aber hochproduktiv.“
Berliner Zeitung vom 30.10.2022 von Daniel Hofer

Der Molkenmarkt und das Klosterviertel, zentral zwischen Alexanderplatz und der Spree gelegen, prägten einst den Charakter Alt- Berlins. Durch die Kriegszerstörungen und den folgenden „autogerechten“ Stadtumbau verschwanden diese Orte aus dem Gedächtnis der Berlinerinnen und Berliner. Einzig die monumentalen Türme von Nikolaikirche, dem Rotem Rathaus und dem Alten Stadthaus säumen als historische Zeugen den heute viel zu weitläufigen, geradezu menschenleeren Stadtraum, der immer noch vom Autoverkehr dominiert ist. 2019 wurde mit der Verlegung der Grunerstraße der Umbau dieses Transitraums und des vom Alexanderplatz abgeschnittenen Stadtteils begonnen und damit der Neubau des Areals unter Einbeziehung der bestehenden Gebäude eingeleitet

Bundeskabinett beschließt Sanktionsdurchsetzungsgesetz II

Tagesspiegel vom 29.10.2022

Das Bundeskabinett hat am Mittwoch das Sanktionsdurchsetzungsgesetz II beschlossen (Der Tagesspiegel berichtete). Damit werden das Transparenzregister und Grundbuch miteinander verknüpft. Während das Bundesbauministerium das Paket als „Quantensprung im Kampf gegen undurchsichtige Strukturen auf dem Immobilienmarkt und für mehr Bodenmarkttransparenz“ bezeichnete, übte der Verein „Bürgerbewegung Finanzwende“ deutliche Kritik: „Kommt das Gesetz so durch, wird Deutschland auch in Zukunft ein sicherer Hafen für schmutziges Geld sein“, sagte Konrad Duffy, Referent Finanzkriminalität bei Finanzwende. „Viele entscheidende Werkzeuge, mit denen sich schmutzige Gelder enttarnen und abschöpfen lassen, stehen Ermittlungsbehörden weiter nicht zur Verfügung.“(Bü.)

Stadtschloss, Karstadt, Molkenmarkt – zwischen Neubau und Rekonstruktion

Immer mehr historische Fassaden und Gebäude sollen das Berliner Stadtbild verschönern. Ein Blick auf verschiedene Projekte in Berlin
Morgenpost vom 29.10.2022 von Christian Horn

Große Bauprojekte stoßen regelmäßig Diskussionen an, denn immerhin konkurrieren dabei die Einwände, Interessen und Zuständigkeiten verschiedenster Akteure. In die Umsetzung hauptstädtischer Bauvorhaben sind neben der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen zum Beispiel der Bund, Eigentümer, Architekturbüros und Bauleitungen , Vereine oder der Denkmalschutz involviert. Gerade die Rekonstruktion historischer Orte, die im Krieg zerstört wurden, ruft Emotionen hervor. Einige Beispiele für solche Bauprojekte in Berlin:

Hier spricht die Senatsbaudirektorin

Berliner Zeitung vom 29.10.2022 von Petra Kahlfeldt

Seit ihrer Ernennung im Dezember 2021 wird Petra Kahlfeldt von Berlins links-grünem Architektur-Establishment und dessen Medientross angefeindet. Dabei tut sie, selbst praxisgestählte Architektin, als Senatsbaudirektorin nur das, was nötig ist, um das Bauen in dieser Stadt auf die Höhe der Zeit zu bringen. Wenn möglich sogar in die Avantgarde − wo Berlin ja mal war, wir erinnern uns vage. Warum man dafür die Geduld einer Heiligen, das diplomatische Geschick eines Metternich und den Optimismus eines Elon Musk braucht, hat die Senatsbaudirektorin hier exklusiv für die Berliner Zeitung aufgeschrieben. Ihr Beispiel: der Molkenmarkt im historischen Herzen der Stadt

Schwarzbuch: Kritik am Flussbad

Berliner Woche vom 28.10.2022

Mitte. Der Bund der Steuerzahler hat in seinem aktuellen Schwarzbuch das geplante Flussbad Berlin im Spreekanal erneut als Steuergeldverschwendung kritisiert und den Stopp der Planungen gefordert. „Für das sich hier ankündigende Millionengrab muss sofort die Reißleine gezogen werden“, so der Verband.