Berlins historische Mitte Bündnis will Umplanung bei Mühlendammbrücke

Tagesspiegel vom 11.03.2019 - von Christian Hönicke

14 Berliner Verbände, Vereine und Initiativen fordern eine Umplanung des Brückenneubaus in Mitte. Sie wollen weniger Autoverkehr.

Keine neue Autobahn in Berlins historischer Mitte - das fordert die „Allianz für einen neuen Mühlendamm“, ein Zusammenschluss von 14 Berliner Verbänden, Vereinen und Initiativen. In Briefen an Verkehrssenatorin Regine Günther (parteilos/für Grüne) und Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Linke) plädiert das Bündnis für eine Umplanung des Brückenneubaus, der aktuell auf den Vorstellungen der autogerechten Stadt basiere.

Zu den Unterzeichnern gehören der Berliner Fahrgastverband IGEB, der Architekten- und Ingenieur-Verein zu Berlin, der Deutsche Werkbund Berlin, der Fußgängerverband Fuss e.V., das Bürgerforum Berlin, die Gesellschaft Historisches Berlin, das Forum Stadtbild Berlin und der Council for European Urbanism Deutschland (C.E.U.D.).

Debatte zur Belebung des Stadzentrums bleibt im Ungeähren - Kritik aus den eigenen Reihen

Tagesspiegel vom 9.3.2019 - von Reinhard Bünger

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Bündnis will Pläne für neue Mühlendammbrücke stoppen

Die Mühlendammbrücke ist marode und soll bald durch eine neue Konstruktion ersetzt werden. Gegen die Pläne regt sich Widerstand.
Berliner Morgenpost vom 08.03.2019 - von Christian Latz

Die Mühlendammbrücke in Mitte trägt jeden Tag 72.000 Fahrzeuge
Laut brausen die Autos über die Mühlendammbrücke an der Fischerinsel. Mitten in Berlins Mitte schlagen hier drei Fahrstreifen pro Richtung eine Schneise in die Stadt und machen Berlins historisches Zentrum zu einem unwirtlichen Ort. So sehen es 14 Vereine und Initiativen, die sich zur „Allianz für einen neuen Mühlendamm“ zusammengeschlossen haben.

Warum wir lieber in Jugendstil-Architektur wohnen als modern

Wesfalenpost vom 9.3.2019 - von Monika Willer

Stadtplaner Thomas Vielhaber nennt Gründe, warum wir uns in nachgebauten historischen Kulissen wohler fühlen als in moderner Architektur
Im Bauhaus-Stil will keiner leben. Die Bürger sehnen sich nach Wohnungen in Altbauten aus Gründerzeit oder Jugendstil. Besonders viel Atmosphäre versprechen Kopien historischer Bausubstanz. Ob Berliner Schloss oder Frankfurter Altstadt: Der Wunsch nach historisierenden Rekonstruktionen in der Architektur ist heute ebenso ausgeprägt wie beim Streit um Burg Altena im Jahr 1900 und auch die Kritik daran. Thomas Vielhaber, Planungs- und Baudezernent der Stadt Arnsberg und Experte für Stadtentwicklung, versucht die Frage zu beantworten, was besser ist: nachgebaute Vergangenheit oder kreative Moderne.

Neues Quartier am Molkenmarkt Ignorierte Zukunftspläne

Berliner Zeitung vom 26.02.2019 - Von Maritta Adam-Tkalec

Es war einmal ein Planwerk Innenstadt, in dem stand: Das historische Zentrum solle „aufgrund seiner einmaligen stadthistorischen Bedeutung für entsprechende stadtbedeutsame Nutzungen vorbehalten“ bleiben. Es solle „eine neue lokale Identität“ formuliert werden. Man wollte die „Abwanderungsprozesse integrativer Schichten aus der Innenstadt“ stoppen und „das Wohnumfeld den Bedürfnissen von Familien, Kindern, Alten und Jungen anpassen“.