Vom Rand in die Mitte - Fischerinsel soll urbaner und lebendiger werden

Berlin, 18.06.2019 - Gemeinsame Pressemitteilung der Arbeitsgemeinschaft der Historischen Bürgervereine Berlin

Die Fischerinsel in Berlin-Mitte kennen viele - allerdings nicht unbedingt als Ort, den man mit einem Stadtzentrum in Verbindung bringt. Bekannt ist sie dagegen als Wohngebiet, dessen markante Punkthochhäuser aus den 60er Jahren man über die autobahnähnliche Gertraudenstraße streift. Kein Vergleich mehr mit dem urigen und quirligen Fischerkiez mit seiner kleinteiligen Bebauung, der hier bis in die 1960er Jahre die Struktur aus der Gründungszeit Berlin/Köllns zeigte, Altstadtflair verbreitete. Dieser Charakter ist durch Kriegszerstörungen, vor allem aber durch die Flächenabrisse der 1960er Jahre komplett unkenntlich geworden.

Charakter der Spreeinsel als Ort der Kultur und Geschichte bewahren!

Berlin, 13.05.2019 - Gemeinsame Pressemitteilung der Arbeitsgemeinschaft der Historischen Bürgervereine Berlin Nr. 5 zur Diskussion um das Flussbad

Für die Planung und den Bau der ersten Freitreppe an der Schlossfreiheit werden aus Mitteln des Bundesprogramms „Nationale Projekte des Städtebaus“ und des Senats 6,4 Millionen Euro bereitgestellt. Die Freitreppe soll dem Flussbad als Wasserzugang dienen. Die Treppe ist der erste Schritt zur Realisierung des Projekts „Flussbad Berlin“. Die 38 Meter breite Sitzstufenanlage am sonnigen Südwestufer führt vom Humboldt Forum zum Spreekanal, in dem nach den Plänen des Vereins Flussbad schon bald das Schwimmen im Spreewasser möglich sein soll.

Kernstadt statt Rathausforum!

Berlin, 23. April 2019 - gemeinsamen Pressemitteilung der Berliner Bürgervereine

Die Senatsplanung für die historische Mitte muss endlich erwachsen werden
Die Stadtwerkstatt befasste sich im März 2019 mit einer Klimastudie für das sogenannte Rathausforum und den Sport- und Freizeitmöglichkeiten auf der riesigen Leerfläche. Gleichzeitig sind in den Medien Vorschläge der Stiftung Zukunft für die Berliner Mitte vorgestellt worden. Anlass für die Arbeitsgemeinschaft der historischen Bürgervereine Berlin, eigene Vorschläge im Sinne der Leipzig Charta zur nachhaltigen europäischen Stadt 2007 zu unterbreiten.

Bauherrenvielfalt und Rekonstruktionen am Molkenmarkt!

Berlin, 11. Februar 2019 - gemeinsamen Pressemitteilung der Berliner Bürgervereine

Nach über zwanzigjähriger Planungszeit wurde der Bebauungsplan für den Molkenmarkt und das Klosterviertel festgesetzt. Der Plan nimmt einen erkennbaren Bezug zu dem historischen Stadtgrundriss, verzichtet jedoch darauf, die ehemals geplante Kleinteiligkeit der Parzellen festzulegen. Aus politischer Sicht will man die Grundstücke nicht mehr an einzelne private Bauherren verkaufen, sondern je eine große Parzelle an zwei städtische Wohnungsbaugesellschaften und eine rückübertragene kleine Parzelle an einen privaten Bauherren vergeben. Mit dieser Maßnahme soll preisgünstiges Bauen ermöglicht werden. Den städtischen Wohnungsbaugesellschaften wird auferlegt, ein Nutzungskonzept mit mindestens 50 Prozent bezahlbaren Wohnungen zu erstellen. Der Neubau von Sozialwohnungen ist das alleinige beherrschende Thema. Konformistische Bauherren und angepasste Architekten sollen das neue Stadtquartier am Gründungsort Berlins planen.

Stadtraum statt Verkehrsschneisen in der historischen Mitte

Berlin, 16. Januar 2019 - Pressemitteilung der Kooperation der Berliner Bürgervereine

Die monströse Verkehrsschneise am Roten Rathaus, die 1969 eröffnete Grunerstraße, wird in diesen Tagen verschwenkt, damit die Berliner Landesarchäologie das unter der Straße begrabene älteste Viertel der Stadt ausgraben kann. Seit einigen Wochen steht zudem fest, dass die mit 49 Metern extrem breite Mühlendammbrücke so marode ist, dass sie neu errichtet werden muss. Dies beides nehmen die Berliner Bürgervereine zum Anlaß, ihre Stimme zu erheben.

Die Stadtdebatte Alte Mitte, Neue Liebe hat 2015 zehn Bürgerleitlinien formuliert. Die meisten Teilnehmer konnten sich auf die folgenden zwei Leitlinien verständigen: