Stadtraum statt Verkehrsschneisen in der historischen Mitte

Berlin, 16. Januar 2019 - Pressemitteilung der Kooperation der Berliner Bürgervereine

Die monströse Verkehrsschneise am Roten Rathaus, die 1969 eröffnete Grunerstraße, wird in diesen Tagen verschwenkt, damit die Berliner Landesarchäologie das unter der Straße begrabene älteste Viertel der Stadt ausgraben kann. Seit einigen Wochen steht zudem fest, dass die mit 49 Metern extrem breite Mühlendammbrücke so marode ist, dass sie neu errichtet werden muss. Dies beides nehmen die Berliner Bürgervereine zum Anlaß, ihre Stimme zu erheben.

Die Stadtdebatte Alte Mitte, Neue Liebe hat 2015 zehn Bürgerleitlinien formuliert. Die meisten Teilnehmer konnten sich auf die folgenden zwei Leitlinien verständigen:

Sechs Berliner Bürgervereine für die Berliner Mitte

Berlin, den 12.12.2018

Ab 2019 arbeiten sechs in der Stadtentwicklung Berlins engagierte Bürgervereine eng zusammen!

Die neue Kooperation der sechs Berliner Bürgervereine ist das Ergebnis der Ausstellung „Molkenmarkt und Klosterviertel – ein lebenswerter Ort?“, die im Oktober 2018 in der Parochialkirche in Berlin-Mitte stattfand.
Der Berliner Historische Mitte e.V., das Bürgerforum Berlin e.V., der Bürgerverein Luisenstadt e.V., der Förderverein des Ev. Gymnasiums zum Grauen Kloster – Mitte e.V., das Forum Stadtbild Berlin e.V. und die Gesellschaft Historisches Berlin e.V. verweisen auf die konstruktive Zusammenarbeit zur Ausstellung, die eine öffentliche Debatte mit einem großen Publikum ermöglichte. Berlin hat ein komplexes, dynamisches und widersprüchliches städtisches Gefüge. Hier Themen und Ziele für die Stadtentwicklungspolitik zu formulieren und ihre Umsetzung zu verfolgen, ist Absicht der künftigen gemeinsamen Arbeit. In gemeinschaftlichen Stellungnahmen zur Stadtentwicklung Berlins werden das Engagement für eine geschichtsbewusste Stadtveränderung und eine lebenswerte Berliner Mitte im Vordergrund stehen.

Studentischer Wettbewerb - Neugestaltung der Friedrichsgracht-Berlin

Berlin, 04.10.2018
Am 19.09.2018 fand in den Räumlichkeiten der Gesellschaft Historisches Berlin e.V. (GHB), die Preisverleihung zum studentischen Wettbewerb „Neugestaltung der Friedrichsgracht-Berlin“ statt.

Diestelkamp / Hoya(Foto: Michael Diestelkamp, Gerhard Hoya) Grundlage und ausschlaggebend für die Veranstaltung war ein seit 2016 im Rahmen des Aktionsangebotes der GHB stattfindender Workshop zur Analyse der Berliner Innen- bzw. Altstadt.

Der Wettbewerb, der insbesondere die Architektur- und Städtebau StudentInnen Berlins und Brandenburgs ansprechen sollte, konzentrierte sich auf die heutige Fischerinsel – ehemalige Friedrichsgracht.

Gefangen im Gestern

Senat beschließt Neuausrichtung der Stadtdebatte zur Historischen Mitte
Berlin, den 24.10.2017

Der Senatsbeschluss sieht eine Erweiterung des Betrachtungsraumes vor.
Dieser Beschluss entspricht dem Wunsch vieler Bürger und Fachleute, endlich über die gesamte Historische Mitte zu diskutieren und diese zu planen.

Die dringende Aufgabe der Neujustierung Berlins in der Stadtentwicklungspolitik ist von den verantwortlichen Politikern immer noch nicht erkannt worden. Berlin steht im Spannungsfeld sowohl der deutschen als auch der europäischen Städtekonkurenz ferenz nach wie vor auf einer Randposition. Die anderen Städte gehen weiter, ohne auf Berlin zu warten. In der globalen Welt gibt es keinen Stillstand, aber in der Berliner Stadtentwicklungspolitik! Mutige Schritte nach vorn sind nicht zu erkennen. Wie sieht die zukünftige Rollenverteilung zwischen dem öffentlichen und privaten Verkehr und zwischen den einzelnen Verkehrsarten aus?
Welche unterschiedlichen Netze sollten entwickelt werden?

Wir lassen uns nicht verschaukeln - ein Freiraum für die Freiheit

Berlin, den 31.05.2017

Das Einheits- und Freiheitsdenkmal soll mit mächtigen Betonpfählen gegründet werden, die  durch den restaurierten Sockel gebohrt werden müssen. Das dadurch Schäden an dem alten Bauwerk auftreten können, dürfte auch jedem Laien einleuchten. Die Berliner Bürgervereine sprechen sich hiermit nochmals für die Freihaltung des Denkmalsockels ohne Einheits- und Freiheitsdenkmal an der Schloßfreiheit aus. Der Sockel des alten Kaiser-Wilhelm-Denkmals wurde mit 8 Mio. € restauriert. Dieser ist an sich schon ein Baudenkmal sowohl in seiner äußeren Erscheinung als auch als Ingenieurbauwerk mit seinen gemauerten Gewölben auf den historischen Eichholzpfahlgründungen.