Friedrichstraße – Charlottenstraße soll Fahrradstraße werden

Fußgängerzone
Berliner Morgenpost vom 28.04.2022 - von Jens Anker und Julian Würzer

Die Friedrichstraße soll zur Fußgängerzone werden. FDP und Handelsverband kritisieren Pläne, Radverkehr in die Charlottenstraße zu verlegen.

Nach dem Bericht der Berliner Morgenpost über die Neugestaltung der Flaniermeile Friedrichstraße hat sich Berlins Verkehrssenatorin Bettina Jarasch (Grüne) zu den weiteren Plänen auf dem autofreien Abschnitt geäußert. „Der Verkehrsversuch hat erwiesen, dass der gelb markierte Fahrradstreifen die Fußgänger*innen daran hindert, den Raum so zu nutzen, wie wir es uns gewünscht haben“, sagte Jarasch am Donnerstag und bestätigte damit den Bericht.

Moderne aus der Tradition heraus

Zum Tod des Berliner Architekten Bernd Albers
Berliner Zeitung vom 27.04.2022 - von Nikolaus Bernau

Man musste nicht mit Bernd Albers einig sein, ob die Zukunft der Stadt wirklich in steinernen Fassaden mit streng eingehegten Hofbäumchen liegt. Aber dass mit seinem überraschenden Tod im Alter von nur 64 Jahren in der Nacht auf Osterdienstag eine wichtige Stimme der Debatte um das „Wie geht es weiter in Zeiten des Klimawandels?“ verstummt ist, wird kaum einer seiner vielen Opponenten bestreiten.

15 Läden an der Friedrichstraße dicht

Datenanalyse zeigt negative Tendenz im autofreien Abschnitt. Mehrere Filialen schließen
Berliner Morgenpost vom 26.04.2022 - von Jessica Hanack

Sie hat die Meinungen von Beginn an gespalten: die Flaniermeile Friedrichstraße, also der seit August 2020 autofreie Abschnitt zwischen Französischer und Leipziger Straße. Kritik an dem Verkehrsversuch , der nach Plänen der Senatsmobilitätsverwaltung und des Bezirks Mitte Bestand haben soll , gab es immer wieder von Unternehmern aus dem Gebiet. Nun hat das neue Aktionsbündnis „Rettet die Friedrichstraße “ eine mithilfe von GPS-Daten von Handys durchgeführte Analyse präsentiert, die dem beauftragten Unternehmen PlaceSense zufolge zeigt: Seit Einführung des Verkehrsversuchs hat die südliche Friedrichstraße Besucher verloren.

Alles auf null am Festungsgraben

Sanierung des Palais in Mitte startet 2023 kleiner als geplant. Grund: Künftige Mieter stehen noch immer nicht fest
Berliner Morgenpost vom 23.04.2022 - von Joachim Fahrun

Die Suche nach einem Nutzer für eine der prominentesten Immobilien Berlins ist gescheitert. Fünfeinhalb Jahre nach dem Start des Interessenbekundungsverfahrens für das Palais am Festungsgraben in Mitte im Herbst 2017 steht nun alles auf Anfang, weil sich die vom Senat ins Auge gefassten Mieter bis zum Ablauf einer Frist Ende März nicht auf ein gemeinsames Konzept einigen konnten. Nach Angaben der landeseigenen Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) wird das Verfahren nun ergebnislos beendet.

Trauer um Berliner Architekten Bernd Albers

Städtebauer war ein Verfechter der Rekonstruktion
Berliner Morgenpost vom 22.04.2022 - von Isabell Jürgens

Der unermüdliche Verfechter für die Rekonstruktion der Berliner Innenstadt auf Grundlage des historischen Stadtgrundrisses, der Berliner Architekt und Städtebauer Bernd Albers, ist am Dienstag seinem Krebsleiden erlegen. Das teilten am Donnerstag sowohl sein Büro als auch der Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin (AIV) mit.

„Mit großer Trauer bedauern wir Ihnen mitteilen zu müssen, dass nach kurzer schwerer Krankheit unser Geschäftspartner und Freund Professor Bernd Albers allzu früh von uns gegangen ist“, heißt es in einer Mitteilung seines Büros. Sein Verlust hinterlasse eine große Lücke in der öffentlichen Debatte über die Zukunft unserer Stadt und in der Welt der Architektur, schreiben die Architekten Silvia Malcovati und Stefan Lotz, die das Büro Bernd Albers nun als alleinige Geschäftsführer weiter führen werden.