Am Kulturforum wächst mit „Berlin Modern“ eines der wichtigsten Museumsprojekte der Hauptstadt, doch der Zeitplan gerät erneut ins Wanken. Nach dem Richtfest und steigenden Kosten sorgen nun Feuchteschäden im Rohbau für weitere Verzögerungen.
Entwicklungsstadt vom 24.04.2026 von Karin Schütte

Der von Herzog & de Meuron entworfene Bau mit seiner zurückhaltenden, mineralischen Fassade und nachhaltigem Energiekonzept soll nach aktuellem Stand voraussichtlich erst um die Mitte des Jahres 2030 fertiggestellt werden.

 Mit dem Neubau „Berlin Modern“ soll das Berliner Kulturforum neu geordnet und gestärkt werden. Doch das Großprojekt, das als Erweiterung der Neue Nationalgalerie geplant ist, wird erneut später fertig als vorgesehen. Nach Angaben von Marion Ackermann, Präsidentin der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, könnten sich die Bauarbeiten nun bis in die Mitte des Jahres 2030 ziehen.

Dabei hatte das Projekt zuletzt sichtbare Fortschritte gemacht: Im Oktober 2025 wurde am Kulturforum Richtfest gefeiert, der Rohbau war nach rund zwei Jahren Bauzeit weitgehend abgeschlossen. Der Neubau gilt als zentraler Baustein, um die bislang fragmentierte Anlage zwischen Philharmonie, Gemäldegalerie und Matthäikirche stärker miteinander zu verbinden.

„Berlin modern“: Verzögerungen trotz Baufortschritt

Bereits zuvor war der Zeitplan mehrfach angepasst worden. Ursprünglich war eine Eröffnung für 2028 vorgesehen, später wurde 2029 genannt. Nun kommen weitere Verzögerungen hinzu: Feuchteschäden im Rohbau machen zusätzliche Maßnahmen erforderlich, die nach aktuellem Stand etwa acht Monate in Anspruch nehmen könnten.

Im Zuge der Untersuchungen wurde zudem mikrobieller Befall festgestellt. Die Ausbreitung von Mikroorganismen – etwa Schimmel oder Bakterien – wird derzeit behandelt. Ein vollständiger Baustopp ist laut Stiftung jedoch nicht geplant.

Berlin Modern“ rückt in die 2030er – Probleme im Rohbau bremsen Baufortschritt

Am Kulturforum wächst mit „Berlin Modern“ eines der wichtigsten Museumsprojekte der Hauptstadt, doch der Zeitplan gerät erneut ins Wanken. Nach dem Richtfest und steigenden Kosten sorgen nun Feuchteschäden im Rohbau für weitere Verzögerungen.

Der von Herzog & de Meuron entworfene Bau mit seiner zurückhaltenden, mineralischen Fassade und nachhaltigem Energiekonzept soll nach aktuellem Stand voraussichtlich erst um die Mitte des Jahres 2030 fertiggestellt werden.  

Mit dem Neubau „Berlin Modern“ soll das Berliner Kulturforum neu geordnet und gestärkt werden. Doch das Großprojekt, das als Erweiterung der Neue Nationalgalerie geplant ist, wird erneut später fertig als vorgesehen. Nach Angaben von Marion Ackermann, Präsidentin der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, könnten sich die Bauarbeiten nun bis in die Mitte des Jahres 2030 ziehen.

Dabei hatte das Projekt zuletzt sichtbare Fortschritte gemacht: Im Oktober 2025 wurde am Kulturforum Richtfest gefeiert, der Rohbau war nach rund zwei Jahren Bauzeit weitgehend abgeschlossen. Der Neubau gilt als zentraler Baustein, um die bislang fragmentierte Anlage zwischen Philharmonie, Gemäldegalerie und Matthäikirche stärker miteinander zu verbinden.

„Berlin modern“: Verzögerungen trotz Baufortschritt

Bereits zuvor war der Zeitplan mehrfach angepasst worden. Ursprünglich war eine Eröffnung für 2028 vorgesehen, später wurde 2029 genannt. Nun kommen weitere Verzögerungen hinzu: Feuchteschäden im Rohbau machen zusätzliche Maßnahmen erforderlich, die nach aktuellem Stand etwa acht Monate in Anspruch nehmen könnten.

Im Zuge der Untersuchungen wurde zudem mikrobieller Befall festgestellt. Die Ausbreitung von Mikroorganismen – etwa Schimmel oder Bakterien – wird derzeit behandelt. Ein vollständiger Baustopp ist laut Stiftung jedoch nicht geplant.

Neubau am Kulturforum: Mehr Raum für Kunst und Öffentlichkeit

Der Entwurf für das Gebäude stammt vom Architekturbüro Herzog & de Meuron, das unter anderem die Elbphilharmonie realisiert hat. „Berlin Modern“ soll künftig umfangreiche Teile der Sammlung des 20. Jahrhunderts aufnehmen, die bisher aus Platzgründen kaum gezeigt werden können. Werke von Künstlern wie Otto Dix oder Andy Warhol lagern seit Jahren in Depots.

Neben den Ausstellungsflächen sind auch öffentliche Angebote wie ein Kinosaal und Aufenthaltsbereiche vorgesehen. Ziel ist es, das Kulturforum nicht nur funktional zu erweitern, sondern auch als urbanen Ort aufzuwerten.

Rund 526 Millionen Euro: Kosten und Erwartungen bleiben hoch

Parallel zu den Verzögerungen ist das Projekt auch deutlich teurer geworden. Statt ursprünglich veranschlagter 200 Millionen Euro werden derzeit rund 526 Millionen Euro erwartet. Die Stiftung verwies zuletzt auf Planungsanpassungen, gestiegene Baukosten und höhere Anforderungen etwa bei Nachhaltigkeit und Barrierefreiheit.

Trotz der erneuten Probleme bleibt „Berlin Modern“ ein Schlüsselprojekt der Berliner Museumslandschaft. Der Anspruch, die Kunst des 20. Jahrhunderts umfassender zugänglich zu machen und dem Kulturforum neue Impulse zu geben, besteht weiterhin – auch wenn sich die Umsetzung länger hinzieht als geplant.

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