Berlin. Berlins historische Mitte soll neu gebaut werden. Für den Molkenmarkt wurde nun ein Bebauungsplan beschlossen. Es gibt einige Überraschungen
Morgenpost vom 20.05.2026

Der Molkenmarkt gilt als Gründungsort Berlins. Seit massiven Umbauten in den 1960er-Jahren war er aber vor allem ein Verkehrsnotenpunkt, zerschnitten durch die stark befahrene Grunerstraße. Nach den Plänen des Berliner Senats soll sich das wieder ändern und ein neues Stadtquartier in Berlins historischer Mitte entstehen. Mit der Verabschiedung des Bebauungsplans durch den Senat wurde nun ein weiterer Schritt gemacht.

Der Entwurf von Stadtentwicklungssenator Christian Gaebler (SPD) sieht ein gemischtes Quartier vor. Neben den mehr als 200 Wohnungen, die von der Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH errichtet werden sollen, wurde das Planungsrecht so angepasst, dass entlang der Stralauer Straße auch Platz für ein Kulturgebäude mit Ausstellungs- und Bühnenflächen ist. Zugleich sollen archäologische Funde in die Bebauung integriert werden, etwa durch sogenannte archäologische Fenster. Am Molkenmarkt finden seit 2019 Ausgrabungen mit teilweise sensationellen Funden aus dem Mittelalter statt.

Die ersten Realisierungswettbewerbe für das Areal waren im November 2025 entschieden worden. Im Juni 2026 stehen laut Senatskanzlei weitere an. Dabei soll auch der Klimaschutz eine Rolle spielen. So soll es Dachflächen zur Regenwasserrückhaltung und Flächen für Photovoltaikanlagen geben. Zunächst muss der Bebauungsplan aber noch dem Abgeordnetenhaus vorgelegt.

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