200425 friedhof halenseeSamstag, 25. April 2020, 11:00 Uhr
Führung mit Dr. Jörg Kuhn

Über eine stählerne Brücke führt der Weg von der Bornstedter Straße über die Gleise der S-Bahn auf den 1892 angelegten Friedhof der Kolonie Grunewald. Die von der Gleisführung erzeugte Insellage trug dem Begräbnisplatz der wohlhabenden Bürger den von Böcklins gleichnamigem Gemälde abgeleiteten Namen „Toteninsel“ ein.

An den Umfassungsmauern reihen sich die aufwendig geschmückten Wandgräber, aber auch entlang der Wege lassen sich im Innenbereich viele künstlerisch bemerkenswerte Grabmäler finden, darunter eine Stele mit dem Kopf einer antiken Göttin, früher Schmuck im Sudermannschen Garten in Blankensee. Der einst bekannte Schriftsteller ruht seit 1928 ebenso hier, wie der Bildhauer Otto Lessing, der Reichsfinanzminister Bernhard Dernburg und der Historiker Hans Delbrück. In der Kaiserzeit bekannte Künstler wie Hans Dammann, Max Seliger und Alfred Grenander schufen sehenswerte Grabkunst, deren optisches Zentrum die 1894 von Zaar & Vahl errichtete Kapelle bildet.