Bebaungs-Plan für die Umgestaltung von Berlins Mitte ist fertig

Klosterviertel - Quartier südlich vom Alexanderplatz
Ein Jahrzehnt lang plante der Senat herum an Molkenmarkt und Klosterviertel. Jetzt dürfen die Bürger urteilen über den größten Eingriff in Berlins Mitte.
Der Tagesspiegel vom 31.10.2015 - von Ralf Schönball

Autofahrer werden den Tag noch verfluchen, an dem der Senat ihre liebste Schnellstraße quer durch Berlins Mitte zuerst mit Baustellen verstellt und dann endgültig verlegt – aber sie können ja umsteigen, in die geplante Straßenbahn. Nach zwei Jahrzehnten Planung wagt sich die Bauverwaltung ran an den Straßenraub in Mitte zugunsten von Wohn- und anderen Bauten. Molkenmarkt und Klosterviertel gegenüber vom Roten Rathaus werden umgebaut, die Grunerstraße verschlankt und verschwenkt, damit Platz ist für Neubauten mit rund 150000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche.

Luxusbau gefährdet historische Kirche in Berlin

Schinkels Baudenkmal - Die Friedrichswerdersche Kirche wurde bei einem Luxusbau beschädigt. Jetzt gibt es weitere Buddeleien.
Der Tagesspiegel vom 25.10.2015 Uhr - Von Claudia Keller

Vom Sofa aus sollen die Anwohner auf Schinkel schauen können – so warben die Immobilienfirmen Bauwert Investment Group und Frankonia Eurobau für die Luxusapartments, die sie am Schinkelplatz bauen. Doch würde die evangelische Kirche nicht verfolgen, was sich auf den Baustellen tut, wäre von Karl Friedrich Schinkels Friedrichswerderscher Kirche wohl nicht mehr viel übrig.

Kein Kommerz und ein Amphitheater vor dem Roten Rathaus

Dialog über historische Mitte in Berlin - Der zweite Teil der Ideensammlung „Alte Mitte, neue Liebe?“ ist abgeschlossen. Lesen Sie hier, was sich die Berliner für ihr Zentrum wünschen.
Der Tagesspiegel vom 23.10.2015 - von Pascale Müller

Die öffentliche Debatte über die Zukunft des historischen Berliner Stadtzentrums nähert sich ihrem Finale. Der Online-Dialog „Alte Mitte - Neue Liebe“ ging am Donnerstagabend zu Ende. Diskutiert worden war über die Zukunft der historischen Mitte. Für die 14 Hektar zwischen Fernsehturm und Spree, zwischen Marienkirche und Rotem Rathaus gibt es die gegensätzlichsten Vorstellungen, so träumte Hans Kollhoff, der wohl bekannteste Berliner Architekt, am Alexanderplatz schon von Hochhäusern von "New Yorker Dimensionen". Der Online-Dialog ist Teil eines Dialogprozesses, in dem nun mit Bürgern diskutiert werden soll, wie sich Berliner ihre Mitte vorstellen. In den vergangenen Monaten fanden immer wieder Fachkolloquien, Bürgerwerkstätten und offene Diskussionsrunden statt.

Tacheles-Ruine soll wieder zur Passage werden

Für die berühmte Ruine ist endlich wieder eine Zukunft in Sichtweite. Ein Schweizer Architekturbüro plant Hotels, Wohnungen und Läden.
Berliner Morgenpost vom 02.10.2015 - von Isabell Jürgens

Vor einem Jahr hat die internationale Fondsgesellschaft Perella Weinberg das Gelände des ehemaligen Kunsthauses Tacheles an der Ecke Oranienburger und Friedrichstraße für rund 150 Millionen gekauft. Das 25.000 Quadratmeter große Areal mit der Ruine des früheren Kaufhauses, so hatten die Investoren damals versprochen, solle wieder zu einem Anziehungspunkt in Berlins Mitte werden. Umso gespannter waren die Mitglieder des Stadtentwicklungsausschusses im Bezirk Mitte, wie weit die Pläne der neuen Eigentümers inzwischen gediehen sind. Auf einem Vor-Ort-Termin präsentierten die Investoren am Mittwochabend erste Details.

Ideenwettbewerb für das Museum des 20. Jahrhunderts startet

Gute Zukunft für das Berliner Kulturforum:
03.09.15, Pressemitteilung des Senats + Pressemitteilung der Stiftung Preußischer Kulturbesitz

Neuer Museumskomplex wird die bedeutenden Bestände der Nationalgalerie aufnehmen. Ideenwettbewerb soll architektonisches Konzept liefern und Vorschläge für städtebauliche Einordnung unterbreiten.

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz hat eines ihrer größten Bauvorhaben gestartet. Am Berliner Kulturforum soll in den kommenden Jahren ein Museum des 20. Jahrhunderts entstehen, das mit der Neuen Nationalgalerie von Ludwig Mies van der Rohe verbunden ist und so einen Rundgang durch die Kunst der frühen 1900er Jahre bis zum Ende des 20. Jahrhunderts ermöglicht. In einem weltweit ausgeschriebenen Ideenwettbewerb wird nach einem architektonischen Konzept für ein Gebäude sowie dessen städtebaulicher und freiraumplanerischer Einbindung gesucht.

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