Ein Kulturschatz verdämmert in Berlin

FAZ 30. Juli 2010 - Von Andreas Kilb
Warum nicht ins Schloss?

Vor dem Zweiten Weltkrieg residierte das Berliner Kunstgewerbemuseum zwanzig Jahre lang im Schloss der Hohenzollern. Warum sollte es dort nach dem Wiederaufbau nicht wieder einziehen. Das Konzept des Humboldt-Forums muss ohnehin revidiert werden.

Aus der Asche

Frankfurter Allgemeine, 19.03.2010 - Von Andreas Kilb

Der Eingangsbau von David Chipperfield für die Berliner Museumsinsel stand von Anfang an unter schar­fer Beobachtung. Als der britische Ar­chitekt vor vier Jahren seinen ersten, aus gestaffelten Glaskuben bestehen­den Entwurf präsentierte, löste er allge­meine Entrüstung aus; Chipperfield musste nachbessern. Sein neues Kon­zept, das seit 2007 vorliegt, stieß auf breite Zustimmung.

Zu viel verlangt

Die James-Simon-Galerie wird die Berliner Museumsinsel weit mehr verstellen, als gedacht

Berliner Zeitung, 13.03.2010 - Von Nikolaus Bernau

Ein neuer Berliner Museumsstreit steht möglicher Weise bevor, und zwar um die James-Simon-Galerie, für die derzeit zwischen Kupfergraben und Neuem Museum die Fundamentarbeiten beginnen. Entworfen wurde sie von dem englischen Architekten David Chipperfield und seinem Büro. Das Team wird seit einem Jahr weltweit für den Wiederaufbau des Neuen Museums gefeiert. Auch das Konzept für die Galerie geht auf diese Architekten zurück; der Auftrag wurde 2001 ohne Wettbewerb an sie vergeben.

Ein letztes Gefecht

Zu hoch, zu massig? Die jüngst laut gewordene Kritik an der James-Simon-Galerie, dem geplanten Eingangsgebäude der Museumsinsel, ist weltfremd.

Tagesspiegel, 15.03.2010 - Von Bernhard Schulz

Fünf Monate lang war es ruhig um die Museumsinsel – eine halbe Million Besucher im Neuen Museum seit der Wiedereröffnung Mitte Oktober haben alle zuvor aufgeflammte Kritik besänftigt. Vor allem die Leistung, die der Londoner Architekt David Chipperfield vollbracht hat. Jede seiner Entscheidungen hat er begründet, und keine findet heute noch ernstzunehmende Gegner.

Der lange Weg zur Vollendung

Zehn Jahre Weltkulturerbe - Der lange Weg zur Vollendung
Berliner Morgenpost - Mittwoch, 10. März 2010  - Von Isabell Jürgens

http://www.morgenpost.de/printarchiv/seite3/article1271754/Der-lange-Weg-zur-Vollendung.html

Stellungsnahmen, Leserbriefe zu obigen Artikel in der Morgepost:

Es ist bekannt, dass die Bilder von Chipperfield den Betrachter täuschen. In einem mir vorliegenden Schreiben vom November 2009 gibt der Kulturbeauftragte im Bundeskanzleramt zu, dass das Neue Museum aus der Sicht vom Kupfergraben verdeckt ist und nur eine Teilansicht vom Lustgarten her möglich ist.