Historische Spuren Cöllns sollen neuem Geschäftshaus weichen

Der Tagesspiegel vom 14. März 2013 von Ralf Schönball

Hier lebten die ersten Berliner, bis zum Zweiten Weltkrieg lag hier das Zentrum Berlins: Am Petriplatz soll ein neues Geschäftshaus entstehen - und die Spuren der historischen Stadt unter gewaltigen Betonmengen begraben.

Neues Geschäftshaus entsteht am Petriplatz

Berliner Morgenpost, 13. März 2013 von kla

Auf einem Teilgrundstück des Petriplatzes soll ein Büro- und Geschäftshaus entstehen. Für die Gestaltung hat der Bauherr, die Hochtief Solutions AG, einen Wettbewerb durchgeführt. Als Sieger der sieben eingeladenen Architekturbüros ging der Entwurf aus dem Büro Ortner & Ortner Baukunst hervor.

Steinerne Mitte

Schlossplatz
Berliner Zeitung vom 17. Januar 2013 von Ulrich Paul 

Der Wettbewerb für die Gestaltung der Außenanlagen des Schlossplatzes ist entschieden. Der Schlossplatz soll nach der ausgewählten Planung überwiegend einen Bodenbelag aus Kleinsteinpflaster erhalten. Der Neptunbrunnen kehrt vorerst nicht zurück.

Viel Stein und wenig Grün – das sieht der preisgekrönte Entwurf im Wettbewerb zur Gestaltung der Außenanlagen rund um das neue Schloss (Humboldt-Forum) vor. Senatsbaudirektorin Regula Lüscher stellte den Gewinner am Mittwoch vor. Sieger ist das Berliner Landschaftsarchitektenbüro bbz um Timo Herrmann, das sich mit seiner Arbeit gegen 40 weitere Entwürfe durchsetzen konnte.

Steinerner Garten

Entwurf für das Schlossumfeld

Der Tagesspiegel vom 16. Januar 2013 von Ralf Schönball

Die Gestaltung des Schlossumfeldes ist entschieden. Doch das Votum der Jury war knapp und es droht Streit. Vor allem weil der Siegerentwurf am südlichen Schlossplatz eine steinerne, versiegelte Fläche vorsieht.

Der Wettbewerb zur Gestaltung des Schlossumfeldes ist entschieden. Einen rundum überzeugenden Entwurf gab es dem Vernehmen nach nicht. Dies zeigt das Votum der Jury, das äußerst knapp ausgefallen sein soll: Acht Mitglieder haben sich demnach für das erstplatzierte Büro BBZ Timo Herrmann Bern/Berlin ausgesprochen, fünf Stimmen sollen auf das zweitplatzierte Büro WES Hamburg entfallen sein.

Das Cölln-Comeback

Zwischen Spree, Gertraudenstraße und Schlossplatz, fing Berlins Herz an zu schlagen. Angesichts der Tristesse am Petriplatz ist das heute kaum mehr vorstellbar. Nun wird das Quartier aber wiederbelebt. Ein Streifzug durch Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Der Tagesspiegel vom 12.01.2013 von Andreas Conrad und Ralf Schönball 

Unter dem Pflaster liegt die Stadt – fast nirgendwo wird das so deutlich wie auf dem Boden von Cölln, jener zweiten Kammer des alten Herzens von Berlin. Zentrum war die St.-Petri-Kirche. Sie war in der Stadt einst – neben der Nikolaikirche – das Gebäude mit den ältesten historischen Wurzeln. Bis ins 13. Jahrhundert reichen die. Die Wurzeln anderer, längst verschwundener Häuser reichen sogar noch weiter zurück, die älteste bekannte bis ins Jahr 1171, weit über die 775 Jahre hinaus, die Berlin im Oktober feierte.