Bund unterstützt das Bad in der Spree

Stadtplanung - 2,6 Millionen Euro für ein Schwimmbecken vor dem Bode-Museum
Berliner Morgenpost vom 20.11.2014 von Christine Eichelmann

Nach den Lottomitteln kommt nun der finanzielle Ritterschlag des Bundes: Das Spreebad an der Museumsinsel, für das der Verein Flussbad Berlin seit 2012 aktiv wirbt, erhält eine Förderung von 2,6 Millionen Euro aus dem neuen Bundesprogramm Nationale Projekte des Städtebaus. Die SPD-geführte Senatsverwaltung für Stadtentwicklung unterstützt den Plan für eine Biotoplandschaft in Mitte mit einem 750 Meter langen Schwimmbecken. Sie hatte die Förderung aus Bundesmitteln beantragt. "Endlich in der Spree baden zu können, dieser Traum vieler Berliner wird nun wahr", sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete Kai Wegner, der auch in der Jury für die Auswahl der Projekte im Bundesprogramm saß. Überzeugt hatte die Entscheider der ökologisch und sozial nachhaltige Ansatz der Idee, die die beiden Berliner Architekten Jan und Tim Edler entwarfen.

Luxus-Appartements neben dem Glockenspiel

Klostergärten in Berlin-Mitte - Klassisch, hell und teuer: So sollen die Klostergärten aussehen. Im Herbst 2016 sind die Wohnungen bezugsfertig. Zu der Anlage gehört auch ein Hof, der sich zur Parochialkirche öffnet. Der Wert der Wohnanlage: mehr als 30 Millionen Euro.
Berliner  Zeitung vom 05.11.2014 von Uwe Aulich

Die Bauwert Investment Group errichtet in Berlin-Mitte ein weiteres Wohnensemble mit 58 teuren Wohnungen. Gleich daneben steht im historischen Klosterviertel die Parochialkirche, deren Turm mit Glockenspiel jetzt wieder aufgebaut wird. Stört das Glockenspiel die neuen Nachbarn?

Wo dem Stumpf die Spitze aufgesetzt wird

Parochialkirche im Klosterviertel
Schmuck, doch seit 70 Jahren ohne Turm– die Parochialkirche in Mitte.

Die 300 Jahre alte Parochialkirche in Mitte erhält ihren Turm zurück. Die Lotto-Stiftung Berlin hat bei ihrer jüngsten Ausschüttung zwei Millionen Euro bewilligt. In den Turm wird auch ein neues Glockenspiel eingebaut.

Berliner  Zeitung vom 26.10.2014 von Uwe Aulich

Das Glockenspiel der alten Parochialkirche im Klosterviertel ist eine Legende. Doch nur noch wenige Berliner werden sich daran erinnern können, wie sie an Wochenenden den Melodien von dem fast 65 Meter hohen Kirchturm zugehört haben, wie stündlich mit den einst 37 Glocken Lieder gespielt wurden. Singuhr hatten die Berliner das Glockenspiel genannt. Die Turmspitze wurde jedoch im Mai 1944 bei einem Bombenangriff zerstört und stürzte mit dem einzigartigen Glockenspiel in das Kirchenschiff. Gut 70 Jahre später erhält die Parochialkirche nun ihren Turm zurück: Die Lotto-Stiftung Berlin hat dafür jetzt als erste Rate zwei Millionen Euro bewilligt.

Modern oder klassisch: Wie wollen wir bauen?

Architektur in Hamburg
Oberbaudirektor Jörn Walter setzt auf neue Architektur. Viele Bürger sehnen sich hingegen nach traditionellen Formen und auch einige Planer bevorzugen ältere Stilelemente. Eine Debatte.
Hamburger Abendblatt vom 20.10.14 - Von Axel Tiedemann und Oliver Schirg

Hamburg. Die Reaktionen auf seinen Entwurf hätten kaum unterschiedlicher sein können. Als der Hamburger Architekt Jakob Siemonsen seine Zeichnungen für ein viergeschossiges Wohnhaus in Eimsbüttel dem Bauamt präsentierte, erntete er zunächst Kopfschütteln. Gründerzeit neu bauen, selbst wenn es ein Passivhaus ist? Nein, das stieß dort auf wenig Gegenliebe.

Wie weiter mit Berlins historischer Mitte?

Berlins historische Mitte zwischen Schlossneubau und Fernsehturm wirkt eher öde. Auf dem Platz vor dem Roten Rathaus regiert der Beton. Seit einiger Zeit nun geistert eine Debatte darüber durch Berlin, wie man das urban-pulsierende Leben, das hier einst herrschte, wieder auferstehen lassen könnte. Doch Bewahrer der DDR-Ästhetik formieren sich: sie wollen den Platz zwar verschönern, doch im Wesentlichen so lassen wie er ist. Senatsbauverwaltung und Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, beide SPD-dominiert, tendieren ebenfalls eher zum Status quo, doch nun mehren sich Stimmen von Parteifreunden, die sich eine  Re-Urbanisierung der "Altstadt" wünschen.

rbb RundfunkBerlin-Brandenburg, rbb Fernsehen - KLARTEXT
Mi 15.10.2014 | 22:15 |Beitrag von Andrea Everwien

Anmoderation
Keine andere Stadt in Deutschland steht so für Kreativität und Urbanität wie Berlin. Doch das gilt anscheinend nicht für die Stadtplanung: Ausgerechnet in der historischen Mitte der Stadt regiert Phantasielosigkeit und Beton. Gemeint ist der riesige öde Rathausplatz zu Füßen des Fernsehturms. Statt die einmalige Chance zu nutzen, ihn zu einem lebhaften, urbanen Mittelpunkt der Hauptstadt zu gestalten, reden sich die Politiker lasch heraus. Andrea Everwien.

Großbaustelle Berlin-Mitte: Auf der einen Seite der Spree entsteht der Schlossneubau für das Humboldtforum, gegenüber wird für die U5 gebuddelt. Aber wo genau ist eigentlich die historische Mitte der Stadt?