Pressestimmen
Geniales Plagiat
Im International Style fühlt man sich doch gleich überall zu Hause: die Hauptfassade des neuen Terminals 3
FAZ vom 20.04.2026 von Matthias Alexander
Das Terminal 3 des Frankfurter Flughafens führt einen Klassiker der Architekturmoderne seiner eigentlichen Bestimmung zu. Jetzt muss nur noch der Einzelhandel daran gehindert werden, sich durch das Gebäude Christoph Mäcklers zu fressen. Die ersten Verhunzer sind schon am Werk.
Lachende Dritte
Nirgendwo in Deutschland ist der Wohnungsmarkt so umkämpft wie in Berlin. Und so reguliert. Mieter wie Vermieter sind verzweifelt – ausländische Investoren wittern ihre Chance
WirtschaftsWoche vom 17.04.2026 von Felix Petruschke
Der deutsche Volksblick auf Berlin ist von Klischees und Vorurteilen geprägt. Chaotisch und dysfunktional sei die Hauptstadt, insbesondere ihre Politik. Als besonders dysfunktional sticht dabei heraus: der Berliner Wohnungsmarkt.
Bundesbaugesellschaft? Noch mehr Staat braucht am Wohnungsmarkt wirklich niemand
Hunderttausende Wohnungen fehlen, die Baukosten steigen. Der Vizekanzler will die Wohnungsnot mit einer Bundesbaugesellschaft bekämpfen. Dabei muss dem Markt niemand nachhelfen: Die Probleme liegen an anderer Stelle.
Welt vom 13.04.2026 von Michael Höfling
In Deutschland fehlen mindestens 600.000 bis 800.000 Wohnungen, stellenweise findet sich sogar die Zahl 1,4 Millionen. Zugleich sinkt die Zahl der Baugenehmigungen dramatisch, und der Neubau droht für 2026 unter die Marke von 200.000 Wohneinheiten zu fallen. Der Iran-Krieg wiederum hat schon in den ersten Wochen dafür gesorgt, dass Baustoffe um bis zu zehn Prozent teurer wurden.
Schloss-Intendant setzt Förderverein vor die Tür
Will die Spender des Berliner Schlosses nicht im Humboldt-Forum sehen: Generalintendant Hartmut Dorgerloh
BZ vom 13.04.2026 von Gunnar Schupelius
Berlin – Der Verein sammelte 110 Millionen Euro Spenden für die Schlossfassade. Dennoch dürfen die Förderer ihre Arbeit im Schloss nicht mehr präsentieren
Klingbeils Wohnungstraum lenkt ab
FAZ vom 10.04.2026 von Jürgen Kelber
Die Politik reagiert auf ein bekanntes Versagen wieder mit einem vertrauten Reflex.
Der Vorstoß von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil und Bundesbauministerin Verena Hubertz (beide SPD)für eine staatliche Wohnungsbaugesellschaft des Bundes soll Tatkraft ausstrahlen. Tatsächlich zeigt er vor allem, wie zuverlässig in Deutschland strukturelle Defizite nicht behoben, sondern mit dem Aufbau neuer Strukturen kaschiert werden sollen. Das produziert noch lange keine Wohnungen.
